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Ist Trockenfutter wirklich ungesund?

Ja, ist es.
In Trockenfutter sind viel zu viele Kohlenhydrate, viel zu wenig Feuchtigkeit und schlechte Inhaltsstoffe enthalten.

Der Katzenorganismus ist nicht auf Trockenfutter ausgelegt. Auf Dauer kann die Katze dadurch erhebliche Schäden nehmen. Diabetes, Nierenprobleme, Harnsteine, Allergien, Magen-/Darmprobleme (z.B. Erbrechen ; Verstopfungen)… So viele Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit Trockenfutter.

Da Trockenfutter in der Regel aus einem hohen Anteil an Kohlenhydraten besteht (das gilt auch für „glutenfreies“ Futter“) tun wir Katzen hiermit wirklich keinen Gefallen. Denn Kohlenhydrate können nicht nur den Blutzuckerspiegel enorm ansteigen lassen (was dazu führen kann, dass die Katze an Diabetes erkranken kann) sondern der Katze fehlt schlichtweg die Möglichkeit Kohlenhydrate ausreichend zu verstoffwechseln, daher nennt man Katzen auch Kohlenhydratintolerant.

Katzen sind auf tierisches Protein und Fett als Hauptenergielieferanten angewiesen. Pflanzliche Zutaten wie Erbsen, Kartoffelflocken oder Reis sowie pflanzliche Nebenerzeugnisse haben für ihren Organismus kaum einen Nutzen. Im Gegenteil: Sie belasten den Darm und die Organe unnötig, da der Katzenkörper nicht für deren Verwertung ausgelegt ist.

Ein entscheidender Nachteil von Trockenfutter liegt – wie der Name schon sagt – in seinem extrem geringen Feuchtigkeitsgehalt. Da Katzen von Natur aus darauf programmiert sind, ihren Wasserbedarf fast vollständig über ihre Beute zu decken (eine Maus besteht zu etwa 70 % aus Wasser), besitzen sie ein nur schwach ausgeprägtes Durstgefühl. Sie trinkt zwar meist mehr als eine Katze, die Nassfutter bekommt, aber fast nie genug, um das Defizit wirklich komplett auszugleichen.
Dies führt bei Trockenfütterung sehr oft zu einem chronischen Flüssigkeitsmangel.
Die Folgen sind gravierend: Der Urin wird stark konzentriert, was die Bildung von Harngries und Steinen begünstigt und langfristig die Nieren schädigt. Auch die Verdauung leidet: Zu trockener Kot kann zu hartnäckigen Verstopfungen bis hin zu einem schmerzhaften Megakolon führen. Eine artgerechte Ernährung sollte daher immer einen hohen Feuchtigkeitsanteil haben, um den Organismus vital zu halten.

Auch gut zu wissen: Durch die ernom vielen Zutaten hat Trockenfutter ein hohes Potenzial Allergien bei Deiner Katze auszulösen.

Trockenfutter ist außerdem nicht gut für die Zähne, auch wenn sich die gegenteilige Aussage hartnäckig hält. Denn:
1) Ist der Kiefer der Katze nicht für das Zermahlen aufgebaut. Der Kiefer einer Katze ist ein sogenanntes Scherengebiss und verfügt über Reißzähne, keine Mahlzähne. Trockenfutter wird maximal angeknackt und dann sofort geschluckt. Durch die fehlenden Mahlzähne kann kein Abrieb entstehen, um die Zähne zu reinigen.

2) Das trockene Futter bzw. die angeknackten Brösel werden in Verbindung mit Speichel zu einem klebrigen Futtermatsch, der an den Zähnen bzw. in den Zahnzwischenräumen kleben bleiben kann. Das in Trockenfutter enthaltende Getreide bzw. die vielen Kohlenhydrate werden vom Körper in Zucker umgewandelt. Zahnbelag und Kohlenhydrate sind für Bakterien ein gefundenes Fressen. Das Resultat: Zahnstein und Parodontose.

 

Von den vielen Kalorien, die ein Trockenfutter hat, möchte ich an dieser Stelle erst gar nicht anfangen.

Details warum Trockenfutter gesundheitsschädlich für Katzen ist, findest Du z.B. auch in diesem Beitrag von der Tierheilpraxis Franzisca Flattenhutter.

Auch ich habe meinen Katzen jahrelang Trockenfutter gegeben, da man als Katzenhalter über die gravierenden Nachteile von Trockenfutter nur informiert wird, wenn man sich selbst proaktiv damit auseinander setzt. Und außerdem mögen viele Katzen lieber Trockenfutter als Nassfutter.
Dies kann, meiner Meinung nach, nur an zugesetzen Lock- und Aromastoffen sowie Geschmackverstärkern liegen. In der Natur isst eine Katze normalerweise nichts trockenes, sondern Beutetiere. Oder hast Du schonmal eine Wildkatze mit der Vorliebe für Getreidepflanzen gesehen? 😀

 

Umstellung von Trockenfutter auf Feuchtfutter:
Die Umstellung von Trockenfutter auf hochwertiges Nassfutter oder BARF ist ein echter Gesundheits-Booster: Du stärkst nicht nur das Immunsystem deiner Katze, sondern entlastest ihren Stoffwechsel auch von unnötigen pflanzlichen Zutaten. Gleichzeitig sicherst du eine optimale Flüssigkeitszufuhr und unterstützt so aktiv die Nierengesundheit.

WICHTIG: Katzen, die an Krankheiten wie einer CNE (Chronische Nierenerkrankung) leiden, sollten unbedingt kein Trockenfutter angeboten bekomme. Ebenso ist es bei Struvitsteinen und Diabetes ein No-Go!
Trockenfutter schadet hier mehr, als es hilft. Das gilt auch für die trockenen Diätfutter.
Als ausgebildete Ernährungsberaterin für Katzen kann ich Dir weiterhelfen und Dich gerne ausgiebig beraten.