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Woran erkenne ich gutes Katzenfutter?

Zunächst einmal sollte es sich um Nassfutter handeln. Von Trockenfutter rate ich ab (siehe nächste Frage/Antwort).

Schau Dir immer genau die Deklaration des Futter an.
Was ist an Zutaten enthalten? Ist alles genau aufgeschlüsselt? Kommst Du auf 100 % in der Gesamtmenge oder ergibt die Summe der Zutaten weniger als 100 % (Woraus besteht dann der Rest?😧)?

Gutes Katzenfutter sollte ein bisschen Gemüse und mindestens 90 % Fleisch enthalten. Und zwar solches Fleisch, welches wir auch essen würden. Auf den meisten Dosen, Tüten und Schalen Nassfutter für Katzen wirst Du jedoch folgendes finden: “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse”.

Nebenerzeugnisse sind Abfälle aus der Schlachtindustrie, die für den Menschen nicht mehr zugelassen werden, z.B. von kranken Tieren. Dies kann alles mögliche sein, vom Tumorgewebe, über Federn bis hin zum Gammelfleisch. Ziemlich unappetitlich.

Konventionelles Katzenfutter besteht hauptsächlich aus Abfällen und ungenießbaren Inhaltsstoffen, die normalerweise vernichtet werden würden. Allerdings lässt sich damit noch so viel Geld machen, dass es dazu nicht kommt. Die “Pampe” wird mit vielen billigen Füllstoffen, Lockstoffen und Geschmacksverstärkern zugesetzt, sodass Katzen den Mix letztendlich essen. Dass solch ein Futter unsere Samtpfoten auf lange Sicht krank machen kann oder Allergien ausgelöst werden, ist vielen Katzenhaltern gar nicht bewusst.

Ein Markenname steht nicht zwangsläufig für Qualität. Nur weil sich ein Katzenfutter auf dem Markt etabliert hat, bedeutet dies nicht, dass es auch gut ist. In der Regel legen die Hersteller mehr Wert auf Quantität statt Qualität.

Sehr aufschlussreich ist ein Buch von Autor Hans-Ulrich Grimm, welches ich Dir sehr ans Herz lege. In dem Buch »Katzen würden Mäuse kaufen*« deckt Hans-Ulrich Grimm die unappetitliche Wahrheit über kommerzielles Tierfutter und die Tierfutterindustrie auf.

Achtung: Billige Füllstoffe

Unsere Plüschpfoten sind reine Fleischfressen, sogenannte Carnivore und können mit Nudeln, Reis, Soja und Milcherzeugnissen generell nichts anfangen. Sie essen es zwar, aber ihr Verdauungstrakt kann diese Inhaltsstoffe oft nicht ausreichend verwerten. Die billigen Füllstoffe belasten den kleinen Katzenkörper, welches sich sogar negativ auf den gesamten Organismis auswirkt. Also Finger weg von Futter, in welchem z.B. “Reis” oder “Nudeln” als Zutaten aufgeführt sind.

Futterunverträglichkeiten bei Katzen sind keine Seltenheit, da das Futter oftmals Futterbestandsteile enthält, welche Allergieauslöser sind. Gegen Laktose sind Katzen in der Regel von Natur aus intolerant.

An dieser Stelle empfehle ich einen sehr gut recherchierten Artikel zum Thema “Was ist wirklich gutes Katzenfutter? Und mit was füttern Sie Ihre Katze(n)?” von Lucky-Kitty.

 

Kurz und Knapp – gutes, fertiges Katzenfutter besteht aus:

》 Feuchtfutter bestehend aus 95% hochwertigem Fleisch in Lebensmittelqualität (!) mit Muskelfleisch, Innereien und Knochen

》 Empfehlenswert ist nur eine einzige tierische Eiweißquelle pro Sorte / eine Fleischsorte
(Info: Monoprotein, verhindert Futtermittelallergien oder –unverträglichkeiten. Vor allem für empfindliche Katzen ratsam)

》5% Gemüse (leicht verdauliche Sorten wie z.B. Kürbis, Zucchini, Karotte, Gurke)
(Info: Simuliert den pflanzlichen Mageninhalt einer Maus)

》Gehalt an Kohlenhydraten (NfE) optimal: 0-2%
(Info: Das kannst Du mithilfe der analytischen Bestandteilen ausrechnen)

》 Kalzium (z.B. Eierschalen oder gewolfte Knochen / Knorpel)

》 Taurin
(Info: Taurin ist zwar in rohem Fleisch enthalten, durch den Herstellungsprozess zum Feuchtfutter wird es aber zerstört, daher sollte es zusätzlich hinzugefügt sein, um ausreichend zur Verfügung zu stehen.)

》 Kalcium-Phosphor Verhältnis: 1,1 : 1 bis 1,2 : 1

》 Darauf achten, dass es sich um ein Alleinfuttermittel handelt und nicht um ein Ergänzungsfuttermittel (Ergänzungsfuttermittel sind nicht dazu geeignet sind, die Katze über einen längeren Zeitraum angemessen mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen)

》 Hoher Brennwert (kj)
(Info: Dieser Wert gibt an, wie nahrhaft das Katzenfutter ist. Wenn man darüber keine Angabe findet, ist dies oft ein eindeutiges Zeichen, dass das Nassfutter minderwertige Füllmaterialien enthält)

》 Sorten durchwechseln, nicht jeden Tag das gleiche füttern
(Damit keine Unter- und Überversorgung mit einzelnen Nährstoffen entsteht)

 

Zusammensetzung des Futter sollte in der Summe 100 % ergeben!
Von „Nebenerzeugnissen“ ohne genaue Deklaration Abstand nehmen!
Kein Getreide!
Kein Soja!
Keine Milchprodukte!
Kein Zucker!
Keine künstlichen Zusätze wie synthetische Vitamine!
Keine Konservierungs- und Bindemittel!

Diese “Kurz und Knapp” Liste ist nicht vollständig, soll einem Anfänger aber die wichtigsten Eigenschaften eines guten Katzenfutters vermitteln. Wenn Deine Katze unter einer Krankheit leidet, muss die Diät speziell und individuell angepasst werden. Für weitere Details oder bei Fragen stehe ich Dir gerne in meiner Ernähurungsberatung zur Seite.