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Katze frisst nicht mehr – ein Notfall!

Warum es gefährlich ist, wenn Katzen nichts fressen

Wenn eine Katze plötzlich aufhört zu fressen, sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dieses Verhalten ist ein ernstes Warnsignal und erfordert sofortiges Handeln. Denn im Gegensatz zu Hunden oder Menschen können Katzen nicht lange ohne Nahrung auskommen, ohne dass schwerwiegende gesundheitliche Folgen auftreten.

❗Katzen haben einen sehr speziellen Stoffwechsel und brauchen kontinuierlich Futterzufuhr.
Deshalb ist es wichtig, die Ursache schnell herauszufinden und entsprechend zu reagieren.

 

Empfindlicher Stoffwechsel: Warum Hunger für Katzen riskant ist

Eines der größten Risiken, wenn Katzen länger nicht fressen, ist die sogenannte Fettleber (hepatische Lipidose). Diese Krankheit kann bereits nach 24 bis 48 Stunden ohne Futter entstehen. Wenn eine Katze keine Nahrung aufnimmt, greift ihr Körper auf gespeicherte Fettreserven zurück. Katzenkörper sind jedoch nicht darauf ausgelegt, größere Mengen Fett abzubauen. Das Fett lagert sich in der Leber ab, schädigt die Zellen und stört die Organfunktion.
Wird dieser Zustand nicht rechtzeitig behandelt, kann er lebensgefährlich werden.

🔗 Hepatische Lipidose – Ein Begriff den du kennen solltest 

 

Besonderheiten des Katzenstoffwechsels

Das Fressverhalten einer Katze ist ein sehr wichtiger Indikator für ihre Gesundheit.
Katzen haben einen speziellen Stoffwechsel, der darauf ausgelegt ist, regelmäßig kleine Mengen an proteinreicher Nahrung zu sich zu nehmen. Bereits nach 24 Stunden ohne Nahrung kann es zu ersten gesundheitlichen Problemen kommen, wie Schwäche, Lethargie und Dehydratation. Nach 48 Stunden wird die Lage zunehmend kritisch, da der Körper dann verstärkt auf die Fettreserven zurückgreift, was das Risiko einer Fettlebererkrankung erhöht.

Wie lange darf eine Katze ohne Futter bleiben?

Katzen sollten niemals länger als 24 Stunden ohne Nahrung sein. Frisst deine Katze innerhalb dieses Zeitraums nicht, musst du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Nur dort kann die genaue Ursache festgestellt und eine passende, individuelle Behandlung erfolgen. Beobachte daher genau, ob deine Katze regelmäßig frisst, und handle schnell, wenn sie plötzlich die Nahrung verweigert.
Professionelle Hilfe kann lebensrettend sein.

Wie bereits erwähnt, brauchen Katzen kontinuierlich Futterzufuhr. Daher ist eine Fütterung morgens und abends zu wenig. Katzen sind Snackesser und sollten mindestens 4-5x am Tag gefüttert werden.
➡️ Mehr Infos und Tipps für den Alltag findest du HIER.

⚠️ Hinweis: Es kommt häufig vor, dass entlaufende Wohnungskatzen oder Freigängerkatzen draußen eingesperrt werden oder aus anderen Gründen nicht mehr nachhause finden. Diese Katzen bekommen in dieser Zeit keine oder viel zu wenig Nahrung! Daher sollten sie unbedingt dem Tierarzt vorgestellt und ein Blutbild mit Organwerten gemacht werden, wenn sie gefunden werden.

 

Mögliche Gründe, warum deine Katze nicht frisst

Es gibt verschiedene Ursachen dafür, dass Katzen die Nahrungsaufnahme verweigern:

  • Stress
  • Veränderungen im Haushalt
  • Näpfe sind nicht katzengerecht
  • Gibt es immer nur Futter, wenn es Medikamente gibt? (Abneigung)
  • Zahnprobleme oder Schmerzen im Maul
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Vergiftung
  • Parasitenbefall
  • Futterwechsel
  • Infektionen oder andere Krankheiten

Beobachte, ob weitere Symptome wie Erbrechen, Fieber oder Apathie auftreten.

Manchmal handelt es sich um eine harmlose Magenverstimmung. Meistens ist der Spuk am nächsten Tag vorbei und Miezi frisst wieder.

 

Was kannst du tun, wenn deine Katze nicht fressen möchte?

Wenn deine Katze 24 Stunden nichts gefressen hat und du ihr bereits alles mögliche angeboten hast und auch dein Futtermanagement angepasst hast, solltest du mit ihr zum Tierarzt fahren!

Dort wird man genauer nach der Ursache forschen und deiner Katze vermutlich Medikamente spritzen (z.B. gegen Übelkeit, Entzündung…) sowie am besten ein Blutbild machen. Hier kann man sehen ob die Organe Schäden zeigen oder die Leukozyten und Neutrophilen eine Entzündung anzeigen.

Neben Medikamenten wird dir eventuell als erste Hilfe ggf. eine „Päppelpaste“ mitgegeben.

Spezieller Päppelpasten / Tonicum wie z.B. RECOACTIV® Recovery Immun Tonicum* ;
Nutri-Cal oder Virbac Nutri-Plus Gel* geben deiner Katze schnell Energie, sind aber nur eine kurzfristige Lösung.
Sie werden meistens in Spritzen aufgezogen und oral verabreicht.

Als Ernährungsberaterin für Katzen bin ich von den Inhaltsstoffen der fertigen Päppelprodukte nicht überzeugt. Ich empfehle daher, es auch mit selbstgemachter Paste zu probieren.

Beispielsweise:

Als Basis: 1 Glas „dmBio Hühnchenfleisch Zubereitung ab dem 5. Monat, 125 g“
oder
1 Glas „dmBio Rindfleisch Zubereitung ab dem 5. Monat, 125 g“
(Gibt es auch von Hipp)

PLUS: 2 Tropfen Lachsöl* oder 2 Tropfen Krillöl

PLUS: 1 EL GimCat Multi-Vitamin Paste* oder 1 EL GimCat Multi-Vitamin Paste Extra*

Alles vermischen und mehrmals täglich in kleinen Portionen anbieten.

 

Versuche deine Katze parallel zu den Päppelprodukten immer wieder dazu zu animieren, dass sie eigenständig frisst. Zeigt sie Übelkeit (z.B. Leckt sich ständig den Mund/die Nase) benötigt sie Medikamente gegen Übelkeit (z.B. Cerenia) vom Tierarzt.

 

Wenn äußere Einflüsse und gesundheitliche Probleme ausgeschlossen werden können, liegt die Ursache für den plötzlichen Appetitverlust möglicherweise direkt am Futter.
Überprüfe daher das gewohnte Futter auf Frische, Konsistenz, Zutatenveränderung etc.
Wenn deine Katze „nur“ mäkelt, gibt es einige Tipps, wie du wieder ihren Appetit anregen kannst.
👉Lies dir hierzu meinen Blog-Artikel „Katze mäkelt: Was tun? Tipps und Ratgeber“ durch.

 

 

 

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Alles Liebe,

Sakura

 

HINWEIS: Dieser Blogbeitrag dient rein zur Information und ersetzt keinen Tierarzt! Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammen getragen. Ich übernehme keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit. Bitte besprich die Diagnose und Therapie mit Deinem Tierarzt. Nahrungsergänzungsmittel als auch Medikamente nur nach Absprache mit Deinem Tierarzt verabreichen!

 

 

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Titelbild dieses Beitrages: KI-generiertes Bild

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