Springe zum Inhalt →

Warum leuchten Katzenaugen in der Nacht?

Warum leuchten Katzenaugen im Dunkeln?

Du hast dich schon immer gefragt, warum Katzenaugen nachts leuchten / reflektieren? Und warum unsere Menschenaugen dies nicht tun? Dann bist Du hier genau richtig.

Die Augen einer Katze verstehen

Die großen Augen einer Katze können nicht nur wunderschön sein, sie sind für Miezi auch essentiell. Katzen sind von Natur aus Jäger. Damit sie sich z.B. bei Dämmerung besser zurecht finden, verfügen Katzenaugen über eine reflektierende Schicht die sich im Auge befindet und eintreffendes Licht zurückstrahlt. Dies optimiert die Sehkraft. Man nennt diese reflektierende Schicht „Tapetum lucidum“.

Tapetum lucidum
Der Tapetum lucidum ist eine lichtverstärkende Spiegelschicht. Trifft Licht auf die Katzenaugen,wird es am Tapetum lucidum reflektiert und wie von einem Spiegel zurückgeworfen. Durch diesen Restlichtverstärker kann einfallendes Licht von den Sinneszellen wesentlich besser verarbeitet werden.

Katzen können durch dieses Dämmerungssehen Bewegungen, wie z.B. die Bewegung einer Maus, wesentlich besser ausmachen. Durch die Spiegelwirkung ist die Lichtempfindlichkeit der Katzenaugen verstärkt.
Katzen sehen im Dämmerlicht oder in Mondnächte also fast so gut wie bei Tageslicht.

Ohne Lichteinwirkung funktioniert dieses „Feature“ allerdings nicht. In völliger Dunkelkeit sehen Katzen ebenso wenig wie wir Menschen. In der Finsternis orientieren sich Katzen mithilfe ihrer Ohren, ihrem Geruchssinn und ihren Tasthaaren.

Wenn Du den genauen anatomischen Vorgang verstehen möchtest, schau mal hier vorbei.

 

Katzenaugen können noch mehr

Katzen haben nicht nur den Vorteil, dass sie bei Dämmerung sehen können. Katzenaugen verfügen auch über räumliches Sehen und Farbsehen.

Da die Katzenaugen nach vorne gerichtet sind, überschneiden sich die Gesichtsfelder der Augen. Dies ermöglicht die Abschätzung von Entfernungen, welche z.B. für das Springen von einem Platz zum nächsten wichtig sind.

Auch kleinste Bewegungen werden vom Auge erfasst, unbewegliche Objekte hingegen können von einer Katze nicht immer wahrgenommen werden.

 

Dir ist bestimmt schonmal aufgefallen, dass Katzen manchmal einen senkrechten Spalt als Pupille, also schlitzförmige Augen, haben, oder?

Warum ist das so?
Bei hellem Lichteinfall können Katzenauge durch die Verengung der Pupillen zu schmalen Spalten genau kontrollieren wie viel Licht in die Augen einfällt. Die senkrechten Spalten sind übrigens bewusst senkrecht. Dadurch dass die Spalten vertikal sind, kann der Lichteinfall zusätzlich durch das Schließen der Lider vermindert werden. Durch diese geniale Konstruktion sind Katzenaugen perfekt für das Jagen und die Reaktion auf Gefahren gemacht.

Bei abnehmmenden Licht erweitern sich die Pupillen hingegen stark und werden kreisrund – dies lässt noch möglichst viel Licht ins Auge. Dieser Anblick ist unglaublich süß! Mir fällt da sofort der gestiefelte Kater von Shrek ein 😉

Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass Katzen nicht farbenblind sind!
Katzen können vermutlich bestimmte Farbtöne sehen. Welche genau das sind, ist jedoch nicht vollständig geklärt. Farben sind für Katzen jedoch ohnehin nicht relevant. Die anderen Vorteile überwiegen deutlich.

Mit all diesen Leistungen ist die optische Wahrnehmung einer Katze perfekt für das täglich Jagen und umherstreifen im Revier!

 

Du hast noch Fragen? Gerne stehe ich Dir zu Verfügung.

Alles Liebe,

Sakura

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein

Kommentaren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.