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Wie viel Wasser sollten Katzen trinken? Tipps wie Deine Katze mehr trinkt!

Wie viel Wasser sollten Katzen trinken?

Katzen sind von Natur aus eher schlechte Trinker. 💧 Diese Eigenschaft sollten wir als verantwortungsbewusste Katzenhalter jedoch nicht einfach so hinnehmen. Stattdessen können wir einiges tun, um unsere Samtpfoten bestmöglich zum Trinken zu animieren.

Besonders an heißen Sommertagen, bei der Fütterung von Trockenfutter oder wenn die Katze krank ist, benötigt der Körper extra viel Flüssigkeit. Hier ist unsere Unterstützung unverzichtbar.

 

📍 Der richtige Standort für die Wasserstelle

Unterstützung fängt beim richtigen Platz an. Biete deinen Katzen immer mehrere Wasserstellen in der Wohnung an und beachte dabei folgende Faustregeln:

  • Abstand zum Futter: Stelle die Wasserschalen niemals direkt neben den Futternapf!
    (➡️ Warum das so ist, habe ich dir hier näher erläutert).
  • Abstand zur Toilette: Auch in der Nähe des Katzenklos haben Wasserschalen nichts zu suchen.
  • Teste verschiedene Standorte und Napfarten. Manche Katzen trinken zum Beispiel lieber auf einem Tisch oder einer anderen erhöhten Stelle.
  • Für Freigänger: Auch wenn deine Katze viel draußen ist: Verlass dich nicht auf den Gedanken „Die trinkt bestimmt draußen“. Stell auch im Haus immer Trinkmöglichkeiten bereit.

 

🌊 Fließendes Wasser & Brunnen

Viele Katzen verweigern stehendes Wasser. Wenn Bewegung im Spiel ist, sieht das oft ganz anders aus:

  • Trinkbrunnen: Ein Katzenbrunnen hält das Wasser in Bewegung und animiert viele Miezen zum Schlecken. (Meine Trinkbrunnen-Tests und meinen Favoriten findest du hier).
  • Der Wasserhahn: Viele Katzen lieben fließendes Wasser aus dem Hahn. Wenn deine Katze danach verlangt, verwehre es ihr nicht sonder schau zu. Es sieht super niedlich aus! :-).
  • Wasserspiele: „Angelspiele“ in einer Wasserschale oder das Jagen von schwimmendem Spielzeug helfen spielerisch dabei, dass deine Katze Flüssigkeit aufnimmt.

💡 Tricks für Trinkmuffel

  • Abgestandenes Wasser: Lass das Wasser in einem der Näpfe ruhig mal einen Tag stehen (sofern es sauber ist). Manche Miezen lieben abgestandenes Wasser! Wichtig: Mindestens ein weiterer Napf sollte aber täglich frisch befüllt und gereinigt werden.
  • Mische ab und zu etwas Algenpulver, einen Schuss Fischbrühe oder etwas Liquid Snack* unter das Wasser. Manche Katzen lieben den Geruch und die Abwechslung.
  • Biete gerade im Sommer vermehrt Nassfutter statt Trockenfutter an, da es bereits viel Feuchtigkeit enthält. Du kannst zusätzlich 1–3 Esslöffel Wasser unter das Nassfutter rühren.

⚠️ Lebenswichtig: Bitte niemals die Näpfe wegräumen!
Bitte komm niemals auf die Idee, gar kein Wasser anzubieten, nur weil du deine Katze „eh nie trinken siehst“ oder sie Freigänger ist und draußen trinkt. Viele Katzen trinken heimlich, wenn wir nicht hinsehen. Ohne Wasser droht eine gefährliche Dehydration (Austrocknung). Eine rund um die Uhr zugängliche Wasserstelle ist absolute Pflicht!

 

 

Was tun bei Hitze?

Vor allem an heißen Tagen müssen Katzen viel trinken. Als Halter sollten wir ihnen die Abkühlung so leicht wie möglich machen.

Vorsicht bei Snacks: Eiskalte Speisen (wie Eiswürfel oder gefrorene Leckerlis) sind für den Katzenmagen nicht gesund und können zu Bauchschmerzen führen.

Richtige Abkühlung: Du kannst deiner Katze stattdessen auf viele andere, katzengerechte Arten Erleichterung verschaffen. ➡️ Meine besten Tipps zum Thema Abkühlung findest du HIER.

 

Warum trinken Katzen eigentlich so schlecht?

Um das Verhalten unserer Stubentiger zu verstehen, hilft ein Blick auf ihre Herkunft: Katzen sind ursprüngliche Wüstentiere. In der freien Natur decken sie ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über das Blut und die Feuchtigkeit ihrer Beutetiere (z. B. Mäuse).

Aus diesem Grund ist eine Katze genetisch gar nicht darauf programmiert, abseits ihrer Nahrung zusätzlich Wasser zu suchen. In der Wohnungshaltung, besonders bei der Fütterung von Trockenfutter, wird genau dieser Urinstinkt jedoch zum Problem.

 

🥣Der perfekte Napf: Material und Form

Du siehst Deine Katze eigentlich nie Wasser trinken? Dann trinkt sie eventuell wirklich zu wenig.
Mit der richtigen Wahl des Napfes kannst du das ganz einfach ändern:

✔️ Nochmal, weil es so wichtig ist: Biete ihr mehrere Wasserstellen in den Wohnräumlichkeiten an. Sie kommt bei ihrem Streifzug durch die Wohnung somit immer mal an einem Wassernapf vorbei und kann einen Schluck nehmen.

✔️ Optimal sind Wassernäpfe aus Glas oder Keramik, da Plastik (Kunststoffe) sowie Alu den Geschmack des Wassers beeinträchtigt.
Meine Lieblingsprodukte für Katzennäpfe:

Trixie Keramiknapf 23 cm*

Trixie Keramiknapf 18 cm*

✔️ Die Näpfe sollten flach, groß und breit sein, damit die Schnurrhaare nicht anstoßen. Wenn die empfindlichen Schnurrhaare beim Trinken ständig den Rand berühren, ist das für viele Katzen so unangenehm, dass sie das Trinken lieber ganz sein lassen.

✔️ Bis zum Rand füllen: Gieße das Wasser immer randvoll ein. So muss die Katze ihren Kopf nicht zu tief in den Napf stecken und behält ihre Umgebung im Blick.

 

Wie viel Wasser sollten Katzen trinken?

Als Faustregel gilt: Eine erwachsene Katze sollte täglich ca. 50 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen.

Rechenbeispiel: Bei einer 4,5 kg schweren Katze entspricht das etwa 225 ml Flüssigkeit pro Tag. Im Sommer darf es natürlich gerne etwas mehr sein.

Die gute Nachricht: Die Flüssigkeit im Nassfutter kannst Du mit einrechnen.
Die schlechte Nachricht: Bekommt deine Katze ausschließlich Trockenfutter, musst du extrem hinterher sein, dass sie diese Menge komplett über den Wassernapf trinkt – was den wenigsten Katzen gelingt.

 

🚫 Achtung bei Futter und Milch:

Trockenfutter entzieht dem Körper zusätzlich Wasser. Stell deine Katze daher am besten auf ein hochwertiges Nassfutter um (➡️ welches das ist, beschreibe ich hier). Mische außerdem bei jeder Nassfutter-Mahlzeit einfach 1–3 EL extra Wasser unter.

Milch, auch Katzenmilch, ist kein Ersatz für Wasser!
Milch / Katzenmilch ist kein Durstlöscher, sondern ein kalorienreiches Nahrungsmittel! Zudem ist sie oft ungesund für die Verdauung. Biete ausschließlich stilles Wasser ohne Kohlensäure an.
🥛 Warum Milch ungesund ist, erfährst Du in meinem anderen Katzenblog-Artikel.

 

Hund an Bord?

Falls bei dir eine bunte Truppe aus Katzen und Hunden lebt, gilt: Bitte stelle separate Trinkstellen auf verschiedenen Ebenen auf. Katzen teilen sich den Wassernapf ungern mit Hunden. Denn auf Hundesabber im Wasser haben die reinlichen Samtpfoten verständlicherweise überhaupt keine Lust. 😉

 

⚠️ Achtung: Deine Katze trinkt plötzlich auffallend viel?

Es gibt auch den umgekehrten Fall: Siehst du deine Katze plötzlich ständig am Napf oder ist dieser ungewöhnlich oft leer? Dann solltest du hellhörig werden und einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Ein plötzlich stark gesteigerter Durst kann ein Warnsignal für ernsthafte Erkrankungen wie eine chronische Nierenerkrankung (CNE) oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) sein.

 

🐱 Zusammenfassung: So steigert du die Trinkmenge deiner Katze
  1. Mehrere Wasserschalen verteilt in der Wohnung / im Haus anbieten. So kann Deine Katze auswählen, wo sie trinkt. Erhöhte Plätze sind für einige Stubentiger attraktiv.
  2. Wassernapf nicht neben dem Futternapf und nicht neben den Katzentoiletten aufstellen.
  3. Optimal ist ein Wassernapf aus Glas oder Keramik. Wasserschalen aus Plastik und Alu nehmen einen unangenehmen Geschmack an und sind auch sonst nicht zu empfehlen.
  4. Wasserschalen sollten nicht zu hoch oder zu eng sein. Am besten, vor allem für die empfindlichen Schnurrhaare, sind flache, breite Näpfe. Wasser bis zum Rand füllen!
  5. Belebtes Wasser (z.B. Wasser mit Algenpulver oder Liquid Snack angereichert) bietet Deinen Miezen Abwechslung. Auch abgestandenes Wasser vom Vortag kommt manchmal besser an. Hier solltest Du allerdings auf die Hygiene achten. Wenn das Wasser sauber aussieht, kannst Du einen der Näpfe auch mal länger (maximal 2 Tage) ungewechselt lassen. Verunreinigungen sollten immer entfernt werden.
  6. Trinkbrunnen können zum Trinken anregen.
  7. Mehr Nassfutter füttern. Statt auf trockenes Futter, welches keine Flüssigkeit beinhaltet, solltest Du auf Nassfutter umsteigen.
  8. Wenn ein Hund mit im Haushalt lebt: Kein geteilter Wassernapf! Katzen mögen keinen Hundesabber im Wasser 😉
  9. Dem Futter immer noch ein bisschen Wasser untermischen.

 

 

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Alles Liebe,

Sakura

HINWEIS: Dieser Blogbeitrag dient rein zur Information und ersetzt keinen Tierarzt! Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammen getragen. Ich übernehme keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit. 

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