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Ältere Katzen – das solltest Du wissen

Ältere Katzen – das solltest Du wissen

Wenn Katzen älter werden, kann sich vieles verändern. Ältere Katzen benötigen mehr Zuwendung und Unterstützung, ab einem bestimmten Alter werden sie sogar stark bedürftig, eben wie wir Menschen auch. Ältere Katzen können unter jeder Menge Wehwehchen und chronischen Krankheiten leiden.
Damit Deine Katze fit und agil wird oder bleibt, solltest Du rechtzeitig auf eine gute Vorsorge achten.

 

Wenn Katzen alt werden – Tipps und Ratgeber

Mit meinen 5 Tipps kannst Du bereits rechtzeitig damit anfangen, Deine Katze dabei zu unterstützen, dass sie gesund bleibt. Damit reduzierst Du das Risiko, dass Deine Mieze möglicherweise stark krank wird. Vorsorgeuntersuchungen sind gerade im Alter für die frühe Erkennung möglicher Erkrankungen sehr wichtig.

Aber: Den natürlichen Alterungsprozess (Verfall) kann man auch damit nicht verhindern.

Wie alt werden Katzen überhaupt?

Wohnungskatzen werden durchschnittlich ca. 15 Jahre alt.
Freigängerkatzen durchschnittlich circa 10 Jahre.

Diese Zahlen sind nicht in Stein gemeißelt. Ich habe schon einige Katzen betreut, die deutlich älter waren. Meine älteste Pflegekatze war starke 21 Jahre alt. 🙂 Umgerechnet in Menschenjahren wären dies stattliche 100 Jahre! Die älteste Katze der Welt (Benannt im Guiness Buch der Weltrekorde) wurde angeblich 38 Jahre alt.

Straßenkatzen haben angesichts der schlechten Umstände ein deutlich geringeres Leben. Ebenso gibt es einen Unterschied zwischen reinen Wohnungskatzen und Freigängern. Freigänger sind leider höheren Gefahren wie z.B. Autos und Verletzungen ausgesetzt. Dadurch kann sich, muss sich aber nicht, die Lebenserwartung reduzieren.

 

Ab wann gelten Katzen als alt?

Generell muss man dies immer unter Berücksichtigung einiger Faktoren, wie vor allem des Gesundheutszustands und der Lebensumstände betrachten. Allgemein kann man sagen, dass Katzen ab dem 7. Jahr älter sind. Denn in Menschenjahren wäre dies ungefähr mitte Vierzig.

Ab 10-12 Jahre sind sie Senioren.
Ab 15 Jahren sind Katzen Super-Senioren und benötigen nochmals eine ganz andere, spezielle Pflege.
Man sollte die geriatrischen (Geriatrie = Altersmedizin) Katzen nun nicht mehr sich selbst überlassen und einiges beachten. Bei den geriatrischen Katzen treten vermehrt alterstypische Schwierigkeiten wie z.B. körperliche Krankheiten, reduzierte Körperpflege, Verwirrtheit oder Inkontinenz, auf.

An dieser Stelle empfehle ich den Ratgeber „Lauter reizende … alte Katzen!“ von Autorin und Tierärztin Sabine Schroll. Dieses unerlässliche Buch sollte jeder Katzenhalter sein Eigen nennen, um auf erste Anzeichen und Veränderungen von Fellsenioren vorbereitet zu sein. Sabine Schroll geht auf einige Schwierigkeiten und Krankheiten ein und hilft dabei, seine alte Katzen besser zu verstehen und zu pflegen.

Forscher haben herausgefunden, dass das Katzenalter nicht linear mit dem Menschenalter läuft. Katzen haben eine sehr kurze Kindheitsphase, aber eine deutlich längere Erwachsenenphase. Mit einem Jahr ist die Katze umgerechnet ein Teenager. Mit dem zweiten Jahr kommt sie bereits 24 Menschenjahren gleich. Ab dann entspricht jedes Katzenjahr vier Menschenjahren.

Übersicht:

Katzenalter Menschenalter
6 Monate 10 Jahre
1 Jahr 15-16 Jahre
2 Jahre 24 Jahre
5 Jahre 36 Jahre
7 Jahre 44 Jahre
10 Jahre 56 Jahre
12 Jahre 64 Jahre
15 Jahre 76 Jahre
18 Jahre 88 Jahre
20 Jahre 96 Jahre
21 Jahre 100 Jahre

 

Damit Deine Mieze ein möglichst erfülltes, langes Leben hat, ist Dein Einsatz gefragt. Wie auch bei uns Menschen sollte man mit seinen Katzen zu einem jährlichen Gesundheits-Check-up gehen. Ab einem bestimmten höhren Alter sollte die Vorsorgeuntersuchung halbjährlich stattfinden. Mit einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung und Gewichtskontrolle kannst Du leicht auf gesundheitliche Veränderungen aufmerksam werden.

 

Meine 5 Tipps für Deine Katzen

Check-Up: Egal wie alt: 1x im Jahr sollten Deine Katzen zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gebracht werden. Hier sollte eine Routineuntersuchung durchgeführt werden inkl. Zahnkontrolle.
Ab dem 7. Katzenjahr empfehle ich zusätzlich das Messen vom Blutdruck + Blut entnahme + ggf. Harnuntersuchung.
Ab dem 10. Katzenjahr solltest Du diese Vorsorgeuntersuchung halbjährlich machen. Optimal wäre ab sofort auch 1x im Jahr ein Herz-Ultraschall. Dies kann je nach Symptomatik notwendig werden.
Zweimal klingt zwar erstmal viel, aber der Stress den Deine Katzen dabei haben ist nicht so schlimm, wie eine Krankheit, die Du übersehen würdest. Beispielsweise tritt vor allem bei älteren Katzen häufig eine chronische Nierenerkrankung auf, die man ohne klinische Tests meistens nicht rechtzeitig erkennt.

Gewichtskontrolle: 1x im Monat solltest Du Deine Katzen wiegen, um die Entwicklung vom Gewicht im Auge zu behalten.

Hochwertiges Katzenfutter: Minderwertiges Katzenfutter trägt dazu bei, dass Katzen krank werden. Daher solltest Du so früh wie möglich ausschließlich gutes Katzenfutter anbieten. Katzen sollten über den Tag verteilt mehrere, kleinere Portionen Futter bekommen. Seniorenkatzen fangen häufig an zu mäkeln und haben deutlich weniger Appetit auf Essen. Es müssen in solchen Fällen ggf. abwechselnde Sorten gefüttert werden.
Zu dem Thema „Was ist wirklich gutes Katzenfutter“ habe ich einen Artikel geschrieben, der Dir bestimmt weiterhilft.

Ausreichende Trinkstellen: Viele ältere Katzen trinken wenig, mit dem hohen Alter sogar noch weniger. Da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr aber unerlässlich ist, biete in Deinem Haushalt mehrere Wasserstellen an. Für trinkfaule Katzen eignet sich ein Trinkbrunnen. Dieser kann zum Trinken animieren.
Zum Thema „Wassermanagement“ habe ich einen hilfreichen Artikel geschrieben.

Spiel- und Streicheleinheiten: Damit Deine Katzen mobil bleiben und ausgelastet sind, solltest Du jeden Tag mindestens 1x eine längere Spielrunde einführen. Gib Deiner Katze so viel Zuneigung wie sie möchte. Auch das bürsten finden einige Katzen toll! Gönn ihr aber auch ausreichend Ruhe, wenn sie dies braucht. Hinweis: Nutze die Kuschelzeit nicht für Gesundheitschecks wie z.B. Zähne angucken oder Zecken entfernen. Das kannst Du anschließend durchführen. Während der Kuschelzeit solltest Du Deine Katze verwöhnen und nichts (für sie) unangenehmes ausführen. Etwas Unangenehmes könnte das Verhältnis und Vertrauen negativ beeinflussen.
In meinem anderen Blog-Artikel gebe ich ausführliche Beschäftigungstipps.

 

Empfehlung: Lege Dir monatlich einen festen Betrag zur Seite, damit Du bei teuren Untersuchungen oder sogar Operationen (z.B. Zahnextraktionen) keine finanziellen Überraschungen erlebst.

 

Mit einer sehr guten Rundumversorgung, wie einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung, einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und unendlich Liebe kannst Du den Altersprozess zwar nicht aufhalten, aber etwas bremsen. So bleibt Miezi auch im hohen Alter happy und lebt lange an Deiner Seite 🙂

 

Du hast noch Fragen?
Hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe mir einfach eine E-Mail.

Alles Liebe,

Sakura

 

[Dieser Blog Beitrag spiegelt lediglich meine Erfahrung wieder. Unbezahlte Werbung!]

 

Veröffentlicht in Allgemein

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