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Ältere Katzen – das solltest Du wissen

Ältere Katzen – das solltest Du wissen

Wenn Katzen älter werden, kann sich vieles verändern. Ältere Katzen benötigen mehr Zuwendung und Unterstützung – ab einem bestimmten Alter werden sie sogar stark bedürftig, eben wie wir Menschen auch.
Senioren Katzen können unter jeder Menge Wehwehchen und chronischen Krankheiten leiden.
Damit Deine Mieze fit und agil wird oder bleibt, solltest Du rechtzeitig auf eine gute Vorsorge achten. In diesem Ratgeber erfährst du wie Du dies bestmöglichst tust 😊

 

Wenn Katzen alt werden – Tipps und Ratgeber

Mit meinen 8 Tipps kannst Du bereits rechtzeitig damit anfangen, Deine Katze dabei zu unterstützen, dass sie länger gesund bleibt.
Vorsorgeuntersuchungen sind besonders für die frühe Erkennung möglicher Erkrankungen sehr wichtig. Mit jährlichen Check-ups reduzierst Du das Risiko, dass Deine Mieze möglicherweise stark krank wird. 😽

Aber: Den natürlichen Alterungsprozess (Verfall) kann man damit nicht verhindern.

Wie alt werden Katzen überhaupt?

Wohnungskatzen werden durchschnittlich ca. 15 Jahre alt.
Freigängerkatzen durchschnittlich circa 10 Jahre.

Diese Zahlen sind nicht in Stein gemeißelt. Ich habe schon einige Katzen betreut, die deutlich älter waren. Meine älteste Pflegekatze war starke 21 Jahre alt. 😻 Umgerechnet in Menschenjahren wären dies stattliche 100 Jahre!
Die älteste Katze der Welt (Benannt im Guiness Buch der Weltrekorde) wurde angeblich 38 Jahre alt.

Straßenkatzen haben angesichts der Freigang-Umstände in der Regel ein deutlich geringeres Leben. Ebenso gibt es einen Unterschied zwischen reinen Wohnungskatzen und Freigängern. Freigänger sind leider höheren Gefahren wie z.B. Autos und Verletzungen ausgesetzt. Dadurch kann sich, muss sich aber nicht, die Lebenserwartung reduzieren. Meine Seniorin Pepper liebt ihren Freigang und ich merke, dass sie dank ihm wesentlich agiler ist und fitter bleibt.

 

Ab wann gelten Katzen als alt?

Generell muss man dies immer unter Berücksichtigung einiger Faktoren, wie vor allem des Gesundheitszustands und der Lebensumstände betrachten. Allgemein kann man sagen, dass Katzen ab dem 7. Jahr “älter” sind. Denn in Menschenjahren wäre dies ungefähr mitte Vierzig.

Ab ca. 11 Jahre gelten sie als Senioren.
Ab 15 Jahren sind Katzen Super-Senioren und benötigen nochmals eine ganz andere, spezielle Pflege.
Man sollte die geriatrischen (Geriatrie = Altersmedizin) Katzen nun nicht mehr sich selbst überlassen und einiges beachten.
Bei den geriatrischen Katzen können vermehrt alterstypische Schwierigkeiten wie z.B. körperliche Krankheiten, reduzierte Körperpflege, Verwirrtheit oder Inkontinenz auftreten.

🔊 Sollte deine Seniorenkatze übermäßig viel miauen oder laut schreien kann auch eine altersbedingte Demenz dahinter stecken. Beobachte es und lass es zeitnah durch einen Tierarzt abklären.

ℹ️ An dieser Stelle empfehle ich Dir den Ratgeber “Lauter reizende … alte Katzen!”* von Autorin und Tierärztin Sabine Schroll. Dieses unerlässliche Buch sollte jeder Katzenhalter sein Eigen nennen, um auf erste Anzeichen und Veränderungen von Fellsenioren vorbereitet zu sein. Sabine Schroll geht auf einige Schwierigkeiten und Krankheiten ein und hilft dabei, seine alte Katzen besser zu verstehen und zu pflegen.

Forscher haben herausgefunden, dass das Katzenalter nicht linear mit dem Menschenalter läuft. Katzen haben eine sehr kurze Kindheitsphase, aber eine deutlich längere Erwachsenenphase. Mit einem Jahr ist die Katze umgerechnet ein Teenager. Mit dem zweiten Jahr kommt sie bereits 24 Menschenjahren gleich. Ab dann entspricht jedes Katzenjahr vier Menschenjahren. 😮

Übersicht:

Katzenalter Menschenalter
6 Monate 10 Jahre
1 Jahr 15 Jahre
2 Jahre 24 Jahre
5 Jahre 36 Jahre
7 Jahre 44 Jahre
10 Jahre 56 Jahre
12 Jahre 64 Jahre
15 Jahre 76 Jahre
18 Jahre 88 Jahre
20 Jahre 96 Jahre
21 Jahre 100 Jahre

 

Damit Deine Mieze ein möglichst erfülltes, langes Leben hat, ist Dein Einsatz gefragt. Wie auch bei uns Menschen sollte man mit seinen Katzen zu einem jährlichen Gesundheits-Check-up gehen.
Umso älter dein Stubentiger wird, umso ratsamer ist, diese Vorsorgeuntersuchung halbjährlich durchzuführen. Mit einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung und Gewichtskontrolle kannst Du leicht auf gesundheitliche Veränderungen aufmerksam werden.

 

Meine 8 Tipps für Deine Katzen

1) Check-Up: Egal wie alt: 1x im Jahr sollten Deine Katzen zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gebracht werden. Hier sollte eine Routineuntersuchung (inkl. Blutentnahme) durchgeführt werden inkl. Zahnkontrolle.
Ab dem 7. Katzenjahr empfehle ich zusätzlich das Messen vom Blutdruck + Harnuntersuchung.
Ab dem 10. Katzenjahr solltest Du diese Vorsorgeuntersuchung halbjährlich machen. Optimal wäre außerdem, einmal ein Herz-Ultraschall durchführen zu lassen, wenn dieses bisher noch nie gemacht wurde.

Zweimal im Jahr zum Tierarzt klingt zwar erstmal viel, aber der Stress den Deine Katzen dabei haben, ist nicht so schlimm wie eine Krankheit, die Du übersehen würdest. Beispielsweise tritt vor allem bei älteren Katzen häufig eine chronische Nierenerkrankung auf, die man ohne klinische Tests meistens nicht rechtzeitig erkennt.
Altersbedinge Krankheiten und Symptome können durch regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt erkannt und gelindert werden.

Empfehlung: Wenn Du keine Tier-Krankenversicherung hast, lege Dir monatlich einen festen Betrag zur Seite, damit Du bei teuren Untersuchungen oder sogar Operationen (z.B. Zahnextraktionen) keine finanziellen Überraschungen erlebst.

2) Gewichtskontrolle: Mindestens 1x im Monat (Besser 1x die Woche) solltest Du Deine Katzen wiegen, um die Entwicklung vom Gewicht im Auge zu behalten. Es sollte weder zu Übergewicht noch zu Untergewicht kommen. Ältere Katzen bauen häufig ab und entwickeln Krankheiten. Ich wiege meine Katze 1x die Woche und halte das Gewicht in einem Protokoll fest.

3) Hochwertiges Katzenfutter & mehrere Portionen am Tag: Minderwertiges Katzenfutter trägt dazu bei, dass Katzen krank werden. Daher solltest Du so früh wie möglich ausschließlich gutes Katzenfutter anbieten. ☝️ Nicht also erst, wenn deine Katze alt wird.

Die Fütterung muss nicht zwingen mit dem Alter angepasst werden, sofern keine Probleme bestehen. Der Nährstoffbedarf ändert sich nicht einfach, weil eine Katze alt wird. Zwar verlangsamt sich der Stoffwechsel und Muskeln können verloren gehen, aber wenn du deine Katze bisher katzengerecht gefüttert hast, kannst du einfach weiter darauf achten, dass Miezi ausreichend tierisches Protein, tierisches Fett, Omega-3, Taurin etc. erhält.
Wichtig: Katzen sollten über den Tag verteilt mehrere, kleinere Portionen Futter bekommen. Dies gilt für alle Katzen, egal welchen Alters. Katzen sind auf eine ständige Zufuhr von tierischem Protein angewiesen. Dies gilt ganz besonders für Katzen, die aufgrund ihres Alters immer mehr abbauen.
Lösung: Mehrere Mahlzeiten am Tag, mindestens 4x am Tag. Im Alltag können Futterautomaten dabei helfen, dass deine Katze mehrere Portionen am Tag erhält. Ich kann Dir gerne Produktempfehlungen geben.

Seniorenkatzen fangen häufig an zu mäkeln und haben deutlich weniger Appetit auf Essen.
Erwärmtes Futter ist manchmal attraktiver und hilft bei Katzen, die nicht mehr so gut essen.

➡️ Zu dem Thema “Was ist wirklich gutes Katzenfutter” habe ich einen Artikel geschrieben, der Dir bestimmt weiterhilft.

4) Ausreichende Trinkstellen: Viele ältere Katzen trinken wenig, mit dem hohen Alter sogar noch weniger. Da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr aber unerlässlich ist, biete in Deinem Haushalt mehrere Wasserstellen an. Für trinkfaule Katzen eignet sich zudem ein Trinkbrunnen. Dieser kann zum Trinken animieren.

➡️ Zum Thema “Wassermanagement” habe ich einen hilfreichen Artikel geschrieben.

5) Spiel- und Streicheleinheiten: Damit Deine Katzen mobil bleiben und ausgelastet sind, solltest Du jeden Tag mindestens 1x eine längere Spielrunde einführen, sofern sie das möchte.
Bewegung brauchen auch alte Katzen. Und ja: Auch alte Katzen spielen noch 🙂
Gib Deiner Katze so viel Zuneigung wie sie möchte.
Auch das Bürsten finden einige Katzen toll!
Gönn ihr aber auch ausreichend Ruhe, wenn sie dies braucht.

☝️ Hinweis: Nutze die Kuschelzeit nicht unbedingt für Gesundheitschecks wie z.B. Zähne angucken oder Zecken entfernen. Das kannst Du anschließend durchführen. Während der Kuschelzeit solltest Du Deine Katze verwöhnen und nichts (für sie) unangenehmes ausführen. Etwas Unangenehmes könnte das Verhältnis und Vertrauen negativ beeinflussen.

➡️ In meinem anderen Blog-Artikel gebe ich ausführliche Beschäftigungstipps.

6) Berücksichtigung im Alltag von altersbedingten Weh-Wehchen als auch Erkrankungen wie Nierenschwäche und Arthrose.
Die Umgebung sollte bei alten Katzen unbedingt angepasst werden, nicht nur wenn deine alte Katze krank ist.
Das Toilettenmanagement ist besonders wichtig, da Gelenksprobleme wie Arthrose häufig vorkommen:
– Große, leicht erreichbare Katzenklos mit niedrigem Einstieg. Keine Katzentoiletten mit Hauben und Schwingtür! Dies ist für Katzen jeglichen Alters unangenehm und beschwerlich.Besonders für Seniorenkatzen muss der Zugang zum Katzenklo erleichtert werden.
– Mehrere Toiletten, vor allem bei mehreren Katzen. Mindestanzahl 2 Toiletten für 1-2 Katzen. Bei 3 Katzen sollten es mindestens 3 Toiletten sein, optimal sind 4 Katzenklos.
Gerade für Katzen, die oft pinkeln müssen (aufgrund einer Nierenschwäche) sind viele Toiletten plus das  Aussieben von Kot und Urin morgens und abends notwendig!
– Bei mehreren Etagen im Haus / in der Wohnung sollte auf jeder Etage eine Toilette angeboten werden.
– Bitte seh unbedingt von Katzentoiletten mit Hauben oder mit Einstieg von oben ab.

➡️ Meine Katzenklo-Tipps findest Du hier

Katzenklo - Empfehlungen
Diese Katzenklos sind super

Auch der Zugang zu erhöhten Liegeplätze sollte angepasst werden. Auf-&Abstieghilfen zu beliebten Schlafplätzen sind ein Muss in jedem Senioren-Haushalt.

7) Nachtlichter: Ältere Katzen sehen manchmal nicht mehr gut. Daher sollten in den Wohnräumlichkeiten ausreichend Nachtlichter* angebracht werden.
Vor allem wenn Katzen dement werden, können Nachtlichter* sehr bei der Orientung helfen, wenn es dunkel wird.

8) Wärmeplätze: Ältere Katzen frieren häufig schneller. Aber auch generell mögen es unsere Fellschnuten gerne warm. Warme Bettchen, die ausgepolstert sind oder Wärmequellen wie z.B. Minkas Kachelofen sind Gold wert.

 

Und natürlich das wichtigste: Liebe, Verständnis und Mitgefühl ❤️

 

🐈 Mit einer sehr guten Rundumversorgung, wie einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung, einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und unendlich Liebe kannst Du den Altersprozess zwar nicht aufhalten, aber etwas bremsen.
So bleibt Miezi auch im hohen Alter happy und lebt lange an Deiner Seite 🙂

 

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Alles Liebe,

Sakura

 

HINWEIS: Dieser Blogbeitrag dient rein zur Information und ersetzt keinen Tierarzt! Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammen getragen. Ich übernehme keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit. Bitte besprich Diagnosen und Therapien mit Deinem Tierarzt. Nahrungsergänzungsmittel als auch Medikamente nur nach Absprache mit Deinem Tierarzt verabreichen!

 

[WERBUNG! Dieser Blog Beitrag spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder. Ich werbe aus Überzeugung für Produkte und Angebote anderer Unternehmen. Ich habe weder für die Produkt-/Unternehmensnennungen noch für Produkttests Geld oder eine anderweitige Bezahlung erhalten.]

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