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Arthrose bei Katzen: Schmerzbehandlung und Tipps

Arthrose bei Katzen: Was ist das überhaupt?

Arthrose bei Katzen ist immer noch eine viel zu selten diagnostizierte Erkrankung. Oftmals wird sie auch erst gar nicht wahrgenommen und die Katze leidet im Stillen. In meinen Katzenbetreuungen trefe ich immer wieder Katzen mit Arthrose an. Häufig unbehandelt.

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine Gelenkerkrankung bei Menschen und Tieren. Der Gelenkknorpel, der normalerweise die Enden der Knochen bei Druck und Bewegung schützt wie eine Art Stoßdämpfer, ist abgenutzt oder sogar zerstört. Da der Gelenkknorpel nun kaum oder gar nicht mehr vorhanden ist, reiben die Enden der Knochen aufeinander. Dies ist sehr schmerzhaft. Zugleich kann der Körper aufgrund des fehlenden Knorpels Knochenwucherungen bilden. Dies führt zu Gelenkverformungen.

Eine Arthrose kann jedes Gelenk befallen.
Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort “Arthros“ für Gelenk ab.

Nur bei Entlastung oder Ruhe ist es für die Katze angenehm. Daher sieht man häufig, dass Arthrose-Erkrankte Katzen vermehrt liegen und nicht mehr so aktiv sind.

Symptome bei Arthrose sind u.a. Bewegungsunlust, Lahmheiten (vor allem nach dem langen liegen), humpelnder Gang, Schmerzempfindlichkeit, unrundes Gangbild, vermehrtes Lecken der schmerzenden Gelenke, mangelnde Hygiene (Putzen lässt nach).

Katzen verbergen ihre Schmerzen!
Oft erkennt man die Arthrose bei seinem Katzenkind erst, wenn die Arthrose sehr fortgeschritten ist. Dann fängt Miezi an zu humpeln, lahmen, ihre Bewegungen sehen merkwürdig aus oder sie bewegt sich grundsätzlich weniger. Vermutlich hatte sie aber bereits lange Zeit vorher Beschwerden, die wir Menschen nur leider nicht wahrgenommen haben.

Sicher diagnostizieren lässt sich Arthrose nur mit einem Röntgenbild des ganzen Körpers.

 

Getigerte Katze liegt im Bett und schau in die Kamera

So lief es auch bei mir und meiner Katze Pepper: “Plötzlich” ging sie nicht mehr flüssig.
Beim Tierarzt wurden zur genauen Beurteilung dann viele Röntgenbilder gemacht und die Diagnose war erschütternd: Multiple Arthrose.

Pepper hat überall im Körper Arthrosenbildung: Wirbelsäule, Hüfte, Ellbogen, Halswirbel, Sprungelenke. Die Muskulatur ist in den Hinterläufen rechts und links verkümmert, rechts stärker. 😿

Dadurch habe ich mit intensiv mit dem Thema Arthrose beschäftigt und möchte Dir in diesem Artikel viele Tipps und Informationen mit an die Hand geben.

 

 

Arthrose vs. Arthritis – der Unterschied

Wie Du oben schon gelesen hast, ist mit Arthrose der Verschleiß / Abnutzung des Gelenkknorpels gemeint. Arthritis hingegen ist eine Entzündung des Gelenks, die meistens mit Arthrose einher geht.
Denn Arthritis entwickelt sich meistens durch die Arthrose, da hier der Knorpel Schaden genommen hat und in der Regel immer weiter fehlbelastet wird. Dadurch setzt eine Entzündung ein.

Also:
Arthritis = Entzündung des Gelenks
Arthrose = Verschleiß / Zerstörung des Gelenkknorpels

 

Und dann gibt es da noch den bekannten Begriff “Rheuma“.
Rheuma ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl an Gelenkerkrankungen. Es ist demnach der Oberbegriff und kein eigenständiges Krankheitsbild.

Unter Rheuma versteht man in der Medizin alle Beschwerden an Gelenken, Muskeln, Sehnen oder Knochen, die in der Regel mit reißenden und ziehenden Schmerzen einhergehen.
💡 Arthrose sowie Arthritis sind demnach Rheuma-Varianten!

Rheuma wird in 4 Gruppen eingeteilt (Quelle):
1) Entzündlich-rheumatische Erkrankungen (Autoimmunerkrankungen)

2) Verschleißbedingte rheumatische Erkrankungen [hierzu gehört Arthrose]

3) Stoffwechselstörungen mit rheumatischen Beschwerden

4) Rheumatische nichtentzündliche Erkrankungen der Weichteile mit Symptomen wie Schmerzen im Bereich von Muskulatur und Sehnen

Wenn Dir also mal jemand sagt: “Ich habe Rheuma”, frag die Person “Welche Art von Rheuma?”

 

Was bedeutet Spondylose? 

Arthrose ist ein Überbegriff für sämtliche Knorpelschäden im Körper. Für jeweils das betroffene Gelenk gibt es dann in der Medizin nochmal einen Fachbegriff.
Vielleicht hast Du von dem Begriff Spondylose oder Spondylarthrose schon einmal gehört. Das liegt daran, dass eine Verschleißerscheinung speziell in der Wirbelsäule Spondylosis deformans heißt.

Eine Spondylose nennt man umgangssprachlich auch einfach Arthrose der Wirbelsäule. Es ist eine Arthrose der kleinen Wirbelsäulengelenke (Facettengelenke).

Auf dem Röntgenbild erkannt man eine Spondylose daran, dass sich Unregelmäßigkeiten in der Wirbelsäule zeigen. z. B. Erhebungen, merkwürdige Zacken oder Wülste an den Rändern. Der Tierarzt kann dies besser erkennen als wir Laien 🙂

Info-Ausflug: Wenn die Hüftgelenke betroffen sind, nennt man dies Koxarthrose.
Verschleiß in den Kniegelenken nennt man Gonarthrose.

 

Arthrose – vor allem ältere Katzen sind betroffen

Zwar können Katzen jeden Alters an Arthrose erkranken, aber vor allem sind ältere Katzen betroffen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Seniorenkatze (ab ca.10-12 Jahren), Arthrose hat, ist sehr hoch!
Bei 90% aller Katzen über 12 Jahre ist röntgenologisch eine Arthrose nachweisbar. Quelle
Katzen die unter Arthrosen leiden, vermeiden aufgrund von Schmerzen nicht selten Bewegung und sogar den Gang auf die Katzentoilette. Hier würde der Einsatz von Schmerzmitteln wieder Leben in die Katze bringen und auch das Hocken und Pressen beim Toilettengang erleichtern.

 

Ursache für Arthrose

Die Ursache für Arthrose liegt nach Aussagen von Medizinern angeblich an ganz normalem Verschleiß, vor allem bei alten Patienten.
Schmerzexperten wie der Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht hingegen meinen, dass das Alter nicht die Ursache ist. Vielmehr sind es unnachgiebige Muskeln und Faszien, die durch zu einseitige Bewegungsmuster entstehen bzw. entstanden sind.

Auch Verletzungen, Fehlbelastungen, genetische Veranlagung oder Erkrankungen können zur Arthrose führen.

Und es gibt zwei Ursachen, die der Katzenhalter verschuldet (ob bewusst oder unbewusst):
Übergewicht und Fütterungsfehler (Zu viele Kalorien & Verhältnisse von Nährstoffen passen nicht, meistens Kalzium, Vitamin D, Phoshor – vor allem im Wachstum).

Es ist möglich, dass mehrere Ursachen zusammengekommen sind.

Was auch immer die Ursache bei deiner Katze ist, wichtig ist es nun, dass du die Beschwerden deiner Samtpfote linderst und ihr zu mehr Lebensqualität verhilfst!

Denn: Je früher eine entstehende Arthrose erkannt wird, umso besser kannst Du mithilfe von gezielten Therapien gegensteuern.
Vor allem Bewegungstraining und eine katzengerechte Ernährung sind sehr wichtig.
Schonhaltung sollte unbedingt vermieden werden, da dadurch Überbelastungen entstehen, die den Verschleiß noch weiter beschleunigen. Die Bewegung der Katze sollte bestmöglich erhalten bleiben.

Leider kann man eine Arthrose nicht stoppen oder rückgängig machen. Es ist nur möglich, den Verlauf durch entsprechende Maßnahmen zu verlangsamen und zu lindern.

 

 

Deine Katze hat Arthrose: Was kannst Du jetzt tun?

Mit meinen nachfolgenden Tipps und Infos hoffe ich, dass ich Dir und Deiner Katze helfen kann. Ich gebe Dir Anlaufstellen und Optionen mit auf den Weg, die ich alle selbst bereits im Einsatz habe oder mich ausgiebig damit beschäfigt habe. Das oberste Ziel ist es, die Lebensqualität deiner Arthrose-Katze zu verbessern.

Arthrose bei Katzen tut weh!

Nicht nur Menschen tut Arthrose weh – auch Katzen! Wenn bei Deiner Katze Arthrose diagnostiziert wird, hat sie mit Sicherheit Schmerzen. Durch diese Schmerzen geht Deine Katze eine Schonhaltung ein, was zu Überlastung und Verspannung in diversen Muskelgruppen führen kann. Doch Du siehst Deiner Katze möglicherweise gar nicht an, dass sie Schmerzen hat.

Es gibt zwar Ausdrücke, wie z.B. das Schmerzgesicht (Mehr Infos), die Dir zeigen, ob Deine Katze gerade Schmerzen hat, aber eigentlich kannst Du bei einer diagnostizierten Arthrose immer davon ausgehen, dass es ihr weh tut. Daher sollte man in erster Linie versuchen, Miezi ihr Leid zu lindern.

Mit einer optimierten Ernährung und anderen Therapien, kann eine Linderung der Symptome erreicht werden.

 

Meine Tipps:

👉 Ernährung:
Das erste und einfachste: Schau Dir die Ernährung deiner Katze an. Ist sie katzengerecht?
Das heißt, hochverdaulich, viel tierisches Protein, eine gute tierische Fettquelle und ein kleiner Anteil Ballaststoffe!
Du erkennst es auf den ersten Blick an folgendem: Wenn das Futter überwiegend aus pflanzlichen Bestandteilen besteht, ist es nicht gut verdaulich!

Vor allem ältere Katzen verlieren mit den Jahren häufig Muskelmasse. Der Körper kann kaum noch Muskeln aufbauen, daher ist es notwendig, dass die bestehende Muskulatur erhalten bleibt! Dies erzielst Du u.a. mit tierischem Protein.

Werden alle benötigten Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamin A, Vitamin D, Jod etc. über die Fütterung abgedeckt? Wenn Du Dir hier nicht sicher bist, frag einen Katzen-Ernährungsberater.

Es ist wichtig, dass alle Nährstoffe, die eine Katze benötigt, im Futter enthalten sind und diese auch gut verwertbar sind.

 

👉 Übergewicht:
Hat Deine Katze Übergewicht?
Übergewicht spielt eine tragende Rolle bei Arthrose da es die Gelenke ernorm belastet. Es sollte unbedingt abgebaut werden!
Näheres hierzu findest Du hier

Gerade bei wenig Bewegung entsteht oft Übergewicht, daher sollte man auf das richtige Futter achten bzw. ein hochwertiges Futter mit genauer Menge füttern!
Auf Trockenfutter sollte gänzlich verzichtet werden, da dieses sehr kalorienhaltig und generell eine Belastung für den Organismus ist.

 

👉 Schmerzmittel:
Meiner Meinung nach, sollte jede Katze, die Arthrose-Symptome zeigt, Schmerzmittel erhalten! Nur dadurch wird die Lebensqualität wieder in Gang gebracht. Voraussetzung: Deine Katze verträgt Schmerzmittel!
NSAID-Schmerzmittel sind schmerzlindernd und entzündungshemmend. Bei sehr starken Schmerzen können auch Opiate, andere Schmerzmittel oder auch Kombinationen (z.B. Onsior/Metacam + Gabapentin) eingesetzt werden.
Mögliche Auswirkungen auf die Niere oder Leber sind für mich zweitrangig, wenn die Katze ohne Schmerzmittel leidet. Sprich dies aber für Deine Katze immer mit Deinem Tierarzt ab.
Es spielen auch andere Erkrankungen eine wichtige Rolle bei der Gabe von Schmerzmitteln. Daher immer einen Tierarzt konsultieren!

Der gängigste Wirkstoff ist Meloxicam, auch bekannt als Medikament Metacam oder Melosus. Doch das vertragen leider nicht alle Miezen. Manche bekommen davon Übelkeit. Zudem hält es angeblich gar keine vollen 24 Stunden, sondern die Wirkung ist bereits früher zuende.

Dafür ist Metacam zur Dauertherapie zugelassen! 👍 Deine Katze kann es also prinzipiell lebenslang einnehmen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Schmerzmittel Onsior für meine Katze eine bessere Wahl ist. Es ist eine winzig kleine Tablette, die mit einem attraktiven Film (Hefegeschmack) überzogen ist. Meine Katze Pepper nimmt ihre Onsior Tablette wie ein Leckerchen. Die Wirkung soll volle 24 Stunden betragen.

Teste bei deiner Katze aus, was ihr am besten bekommt.

Hinweis: Schmerzmittel immer nur nach Absprache mit einem Tierarzt geben!
Die gängigen NSAID-Schmerzmittel (z.B. Metacam, Onsior) stören ggf. die Schutzfunktion der Magenschleimhaut. Daher sollte darauf geachtet werden, dass das Katzenfutter wirklich gut verdaulich ist und dadurch den Magen weniger belastet!

⚠️ An dieser Stelle möchte ich gerne noch auf die Tierärztin und Autorin Sabine Schroll aufmerksam machen, die sich sehr intensiv mit Schmerzen bei Katzen beschäftigt. Sie bietet immer wieder Seminare an, in der sie weiterbildet und Betroffenen sehr hilft.
Zur Aufzeichnung Seminar Schmerz bei Katzen

 

👉 Gewicht protokollieren:
Nicht nur um Übergewicht im Auge zu behalten – auch um Gewichtsverlust schneller zu bemerken:
Führe ein monatliches Gewichtsprotokoll. Hierzu eignet sich eine Baby/Kleintierwaage.

Meine Empfehlung: Baby Waage* kaufen und Karton / Kiste drauf stellen. Waage aktivieren, auf „0“ stellen, Katze in Kiste setzen. Ggf. kurz ablenken, damit das Gewicht abgelesen werden kann.

Das Gewicht sollte in KG sowie die Gewichtsänderung in Prozent (%) festgehalten werden.
Anhand der Prozentangabe lässt sich ein Gewichtsverlust schneller erkennen.
Formel: Aktuelles Gewicht – altes Gewicht / altes Gewicht x 100

 

👉 Bewegung (Spielen, Freigang):
Auch wenn es erstmal falsch klingt, Bewegung ist weiterhin sehr wichtig!
Schonhaltungen sollten vermieden werden.
Bewegung ist jedoch nur möglich, wenn deine Katze so schmerzfrei wie möglich ist. Dies erzielst Du normalerweise durch die Gabe von Schmerzmitteln. Wenn Deine Katze gut eingestellt ist, spiele mit ihr, motiviere sie zu Bewegungen. Das Runterspringen von Höhen sollten dennoch weitesgehend vermieden werden. Hier helfen Abstiegshilfen in der Wohnung sehr gut (siehe unten). Meiner Pepper hilft ihr Freigang deutlich.

 

👉 Wärme:
Wärme, vor allem in kalten Monaten kann bei einigen Patienten Linderung verschaffen. 
In der kalten Jahreszeit klagen auch Menschen manchmal unter vermehrten Arthrose-Schmerzen. Warum ist das so?
Abschließend geklärt ist dies wohl nicht, aber es wird vermutet, dass ein verlangsamter Stoffwechsel durch die Kälte zu einer schlechteren Durchblutung führt. Zudem sind wir Menschen, als auch Katzen, bei Kälte weniger für Bewegung zu motivieren. Bei Ruhe und Nichts-tun spürt man die Schmerzen bewusster.

Wärme kann also helfen. Schaffe für Deinen kleinen Patienten Plätze auf / bei der Heizung. Auch selbstheizende Decken oder Infrarotlampen werden gerne angenommen.
Mein Tipp: Minkas Kachelofen

Hinweis: Eine Wärmeanwendung darf nur dann erfolgen, wenn das Gelenk nicht entzündet und nicht geschwollen ist.

 

👉 CBD Öl
CBD steht für Cannabidiol. Cannabidiol ist ein Wirkstoff (Cannabinoid) der in der Hanfpflanze (auch Cannabispflanze genannt) vorkommt. Die Cannabispflanze enthält über 80 verschiedene Cannabinoide. Eines davon ist CBD. Bei Hanfpflanze denkst du jetzt vielleicht aber eher an Marihuana oder Haschisch. Das ist verständlich, denn das bekannteste Cannabinoid ist THC. Auch wenn beide Cannabinoide aus der selben Pflanze kommen, unterscheiden sie sich deutlich. CBD ist nicht psychoaktiv und weist besonders positive Eigenschaften auf. CBD ist THC-frei!

CBD zeigt in vielen Studien für Menschen als auch Tiere u.a. schmerzlindernde, angstlösende, antipsychotische, beruhigende und entzündungshemmende Eigenschaften.
CBD Öl kann also bei vielen Baustellen helfen, auch bei Arthrose und anderen Schmerzen.
👆 Auf CBD Vollspektrumöle sollte verzichtet werden, da die darin enthaltenen Terpene auf Dauer schädigen können, da Katzen Terpene nicht verstoffwechseln können.
Greif also immer zu einem CBD Isolat, speziell für Katzen.

Meiner Erfahrung nach sind die besten CBD-Produkte:
CBD Öl MCT 6%, neutraler Geschmack
CBD Snack 6% 
Tamacan Isolat Tier CBD Öl 8 %

Hinweis: Zu anderen Medikamenten (z.B. NSAID Schmerzmittel) sollte am besten ein Abstand von ca. 2 Stunden eingehalten werden, da CBD die Wirkung anderer Medikamente verstärken / abschwächen kann.

💻 Ich empfehle, dass Du der Facebook-Gruppe “CBD für Katzen, Erfahrungen, Austausch und Infos” beitrittst. Diese Gruppe ist speziell für CBD bei Katzen und man kann sich super mit anderen Katzenhütern sowie mit Experten austauschen!

 

👉 Solensia
Solensia ist ein Tierarzneimittel, das den Wirkstoff Frunevetmab enthält, welches seit Mai 2021 auf dem Markt ist. Es wird bei Arthrose-bedingten Schmerzen bei Katzen eingesetzt und muss nur 1 mal monatlich der Katze injiziert werden.
Frunevetmab ist ein für Katzen angepasster monoklonaler Antikörper, der gezielt den sogenannten Nervenwachstumsfaktor (NGF, englisch: Nerve Growth Factor), der an der Aktivierung des Schmerzsignals beteiligt ist, erkennt und an sich bindet. Durch das Binden wird verhindert, dass sich der NGF an die Rezeptoren auf den Nervenzellen setzt. Der Antikörper reduziert also das Schmerzsignal.

Bei einigen mir bekannten Katzen hat es bereits geholfen.

Eine bekannte häufige Nebenwirkung kann Juckreiz sein.
Wie bei allen Medikamenten gilt aber: Nebenwirkungen müssen nicht auftreten. Es hilft nur: Ausprobieren, ob das Mittel zu Deiner Katze passt und ihr hilft! Sprich einfach mit deinem Tierarzt.

Info: Man soll anscheinend keine Schmerzmittel (z.B. Metakam oder Onsior) mehr geben, sobald man mit Solensia begonnen hat. Laut dem Hersteller begünstigt die gleichzeitige Gabe von NSAID-Schmerzmitteln und Solensia das schnellere Voranschreiten der Arthrose! Näheres erfährst Du bei deinem Tierarzt.
Traumeel, Zeel, CBD-Öl oder Grünlippmuschel können problemlos weiter gegeben werden!

💻 Ich empfehle, dass Du der Facebook-Gruppe “Solensia – Erfahrungen, Austausch und Infos” beitrittst.

 

 

👉 Zeel & Traumeel:
Bekannte Mittelchen aus der Homöopathie sind Zeel und Traumeel.
Das Produkt Traumeel ist für den akuten Schmerz gedacht. Es kann gegen Entzündungen und bereits innerhalb kurzer Zeit nach der Gabe wirken. Es wird in der Regel nicht dauerhaft gegeben.
Das Produkt Zeel ist für eine langfristigen Einsatz gedacht. Hier kann es bis zu 14 Tagen dauern, bis sich eine Wirkung zeigt. Zeel soll vor allem dem Fortschreiten der Arthrose entgegen wirken.
Zur Unterstützung des Bewegungsapparats können diese Mittelchen also ohne Befürchtung von Nebenwirkungen eingesetzt werden. Du kannst es auch zeitgleich mit NSAIDs oder Solensia geben.

 

👉 Grünlippmuschel:
Grünlippmuschelpulver ist ein Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose und Gelenkserkrankungen. Aus der neuseeländische Grünlippmuschel Perna canaliculus wird ein Pulver erstellt. Dieses enthält unter anderem die für Arthrose bedeutenden Glykosaminoglykane sowie Omega-3-Fettsäuren. Glykosaminoglykane helfen dabei, dass der Knorpel elastisch bleibt, außerdem hat Grünlippmuschelpulver eine entzündungshemmende Wirkung. Zudem verfügt das Grünlippmuschelpulver auch über wertvolle Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren. Ich kaufe das Grünlippmuschelpulver bei Barf-kultur.

Info: Achte darauf, dass das Grünlippmuschelpulver nicht entfettet wurde, damit die wichtigen Omega-Fettsäuren nicht reduziert werden. Bei Fischunverträglichkeit ist Grünlippmuschelpulver nicht geeignet.

 

👉 Weitere Nahrungsergänzungmittel:
Ich bin ein Fan davon, Taurin und Omega-3 in der täglichen Fütterung bei Arthrosepatienten zu erhöhen, da sich dies nochmal postiv auf den Organismus auswirken kann.
Es gibt darüber hinaus auch noch weitere Nahrungsergänzungmittel wie MSM, Kollagen… aber diese nutze ich selbst nicht und kann daher keine Erfahrungen teilen.

 

Physiotherapie für Miezi

Schmerzmittel alleine reichen für eine gute Behandlung häufig nicht.
Leider immer noch viel zu selten eingesetzt wird Physiotherapie für Katzen. Durch Physiotherapie bei Arthrose kann die Muskulator entspannt werden, was zu einer Schmerzreduktion und einem besseren Gangbild führen kann.

Meiner Meinung nach eignen sich bei Katzen:

  • Interferenzstrom-Regulationstherapie (sanfte Elektrotherapie)
  • Lasertherapie (Soft-Laser)
  • Akupunktur
  • Matrix-Rhythmus-Therapie (Schwingstherapie mit MaRhyThe)
  • Novafon

Meistens werden mehrere Therapien durch den Tierphysiotherapeuten kombiniert.

Die hier genannten Formen in der Physiotherapie haben eine sehr hohe Akzeptanz bei Katzen, wie ich selbst feststellen konnte.

Katze in Watte packen und sie schonen ist jetzt nicht der richtige Weg. Denn dann verkümmern die Gelenke noch weiter und jedes Bewegen tut schlimmer weh. Es ist ein Teufelskreis. Daher gilt: Regelmäßige, kontrollierte Bewegungen!

Gelenk Mobilisation / Bewegungstherapie ist bei Katzen zwar möglich, aber schwierig. Hier muss deine Mieze willig sein. Nicht jede Katze macht diese Art der Physiotherapie mit. Es lohnt sich aber, es wenigstens zu versuchen und einen Tierphysiotherapeuten aufzusuchen, der Dir individuelle Übungen für zuhause zeigt.

 

Tierphysiotherapeuten – meine persönliche Empfehlungen für Dortmund:

Tierphysiotherapie Weiße Taube bei Romy Rotermund

Tierphysiotherapeutin Lena Vierhaus (Praxis Schöndörfer)

 

Steckhürdensystem für KatzenZuhause kannst du ebenfalls Bewegungstherapie anbieten.
Wir haben z.B. zuhause ein Steckhürdensystem aufgebaut und meine Pepper muss regelmäßig Männchen machen (beim Clickern).

 

 

 

 

Ist Dein Katzen Haushalt Arthrosegerecht?

  • Hat Dein Patient leicht erreichbare Katzentoiletten, Futter- und Wasserstellen?
  • Sind Treppen und Aufstiegshilfen zu geliebten Liegeplätzen vorhanden?

 

Katzentoiletten nicht vergessen!

Katzentoiletten sollten ohne Haube, schön groß (mindest 60 cm x 40 cm) und mit einem niedrigen Einstieg ausgestattet sein. Wenn du mehrere Etagen im Haus hast, sollte auf jeder Etage ein Klo angeboten werden. Meine Katzenklo-Tipps findest Du hier

Näpfe erhöht stellen

Eventuell ist es für Deine Katze angenehmer, aus einem erhöhten Napf zu essen und zu trinken!
Einfach mal ausprobieren. 🙂

Katzentreppen aufstellen!

Treppen und Aufstiegshilfen schaffen deiner Mieze deutlich Erleichterung. Sie sollten überall dort aufgestellt werden, wo Miezi sonst springen müsste. Achte darauf, dass die Produkte stabil sind und eine hohe Qualität haben.

Meine Empfehlung:
Rinderohr Tiertreppe
Karlie Easy Step Treppe*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Du hast noch Fragen?

Gerne stehe ich Dir zu Verfügung.

Alles Liebe,

Sakura

 

HINWEIS: Dieser Blogbeitrag dient rein zur Information und ersetzt keinen Tierarzt! Bitte Nahrungsergänzungsmittel als auch Medikamente nur nach Absprache mit Deinem Tierarzt verabreichen! Bitte jede Behandlung vorher mit Deinem Tierarzt besprechen!

[WERBUNG! Dieser Blog Beitrag spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder. Ich werbe aus Überzeugung für Produkte und Seiten anderer Unternehmen. Ich habe weder für die Produkttests noch für die Verlinkungen zu Drittanbietern Geld oder eine anderweitige Bezahlung erhalten.

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