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Fellwechsel bei Katzen

Haarige Angelegenheit: Fellwechsel bei Katzen

Jeder Katzenmensch kennt es: Katzenhaare! Sie machen unseren Miezen nicht nur einen schönen Pelz sondern liegen und fliegen auch mal gerne überall in der Wohnung rum. Bei manchen Katzen mehr, bei manchen weniger.
Katzen sind sehr reinliche Tiere und verbringen viel Zeit mit der Körperpflege. Wenn Deine Katze ab und zu haarige, meist wurstförmige Formen erbricht oder sich Haare im Kot Deiner Katzen befinden, brauchst Du nicht sofort Panik haben. Dies ist normal, denn die aufgeschleckten Haare müssen ja auch wieder abtransportiert werden.

Es gibt eine Zeit, bei der es besonders haarig wird: Der Fellwechsel bei Katzen

Wann haaren Katzen besonders stark und warum gibt es den Fellwechsel bei Katzen?

Katzen wechseln 2x im Jahr im Fell.

Im Frühling (ca. Februar – April) wechselt Miezi vom dicken Winterfell zum dünneren Sommerfell.

Im Herbst (ca. September – November) wechselt sie vom dünnen Sommerfell zum Winterfell.

Katzen passen sich damit also wunderbar an die Temperaturen an. Es ist quasi wie bei uns die Sommer- sowie die Winterkleidung.

In der Zeit des Fellwechsels kommt es vermehrt zu Haaren. Insgesamt dauert der Fellwechsel ca. 6 Wochen.

 

Ist der Fellwechsel bei Katzen gefährlich?

Die vielen Haare sind anstrengend. Für Menschen sind die Haare lästig, für Katzen ist das ständige Putzen beschwerlich.
Ein Faktor wird manchmal sogar unterschätzt: Durch das vermehrte Putzen kann es zu einer enormen Ansammlung von Haaren im Magen Deiner Katzen kommen. Es kann zu einem festen Haarballen (Trichobezoar) kommen, der sich möglicherweise festsetzt. Dies wiederum kann zu Bauchweh, Appetitlosigkeit – im schlimmsten Fall zu einer Magenschleimhautentzündung oder sogar zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen.

Manche Katzen leiden während des Fellwechsels auch unter Juckreiz und Schuppen.

 

Welche Katze ist betroffen?

Prinzipiell alle Katzen mit Fell. Allerdings bilden sich bei langhaarigen Katzen sowie bei Katzen mit viel Unterwolle besonders gerne Haarballen. Ein erhöhtes Risiko haben zudem ältere oder übergewichtige Katzen, da sich diese nicht mehr gut bewegen können. Und nicht zu vergessen: Katzen, die sich übermäßig putzen, da sie unglücklich sind.

Vor allem für ältere Tiere, die mit der Pflege nicht mehr nachkommen oder Schwierigkeiten mit dem Kotabsatz haben, sowie für kranken Katzen (Nierenerkrankung, Schilddrüsenüberfunktion etc.) sollten wir uns Zeit nehmen und sie aktiv unterstützen!

 

Wie Du helfen kannst! 

Wir sollten unsere Katzen beim Fellwechsel aktiv unterstützen:

Die Ernährung sollte immer katzengerecht sein,aber vor allem im Fellwechsel kann man z.B. durch Gabe von Bierhefe (sofern verträglich) und Taurin nochmal ein bisschen besser mehr tun.

 

 

Welche Bürste ist empfehlenswerte?

Ich empfehle gerne folgende Modelle:

Furminator*, um auch die Unterwolle rauszubekommen

Weiche Bürste* (eine Babybürste aus der Drogerie tut es auch)

Sanfte Bürste mit Edelstahlnalden*

Bürsten hilft nicht nur dabei, dass weniger Haare in den Magen wandern sondern es ist auch eine tolle Möglichkeit, die Bindung zwischen Dir und Deiner Katze zu stärken.

 

Deine Katze mag es nicht gebürstet zu werden?

♥ Bürsten trainieren: z.B. mit Clickertraining

♥ Katzengras: Pflanzenfasern unterstützen das Auswürgen von Haarballen. Achte auf unscharfe Gräser!

♥ Malzpaste: Malzpasten* werden sehr gerne zur Vorbeugung gegeben, da Katzen diese Pasten normalerweise gerne mögen. Malzpasten sollten zuckerfrei sein und möglichst wenige Zutaten haben!

♥ Slippery Elm Bark (Ulmenrinde): Amerikanische Rotulmenrinde kann dazu beitragen, dass die Schleimbildung im Verdauungstrakt angeregt wird und Haare leichter in den Darm gelangen.
Bis zu 1g Pulver bei Bedarf mit mit etwas Wasser / Fleischbrühe zu einem Brei oder Sirup anrühren und am besten 30 Minuten vor der Mahlzeit geben.
Info: Ulmenrinde mindert die Absorption von Medikamenten. Zwischen der Gabe von Ulmenrinde und Medikamenten wird daher empfohlen mindestens 30 Minuten Abstand einzuhalten.

Hinweis: Wenn sich Deine Katze übermäßig putzt und es sogar zu kahlen Stellen kommt, solltest Du dies unbedingt abklären lassen. Hier ist der Weg zu einem Tierarzt sowie zu einem Katzenverhaltensberater anzuraten!

 

Interessante Erkenntnisse zum Thema kannst Du hier nachlesen:

Diplomarbeit von Elisabeth Meerkatz, Veterinärmedizinischen Universität Wien

Wissenschaftliche Studie zu Haarballen

 

 

Du hast noch weitere Fragen?

Gerne stehe ich Dir zu Verfügung.

Alles Liebe,

Sakura

 

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Veröffentlicht in Allgemein

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