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Ungiftige Pflanzen für Katzen

Ungiftige Pflanzen für Katzen

Wusstest Du, dass die meisten Wohnungspflanzen für Katzen giftig sind? Manche Pflanzen und Blumen sind gering unverträglich, manche sind stark giftig und können Deiner Katze sogar das Leben kosten!

Die unterschätzte Gefahr aus dem Blumentopf

Willst du deine Wohnung katzenfreundlich einrichten aber nicht auf Pflanzen und Blumen verzichten? Dann bist Du in diesem Blogbeitrag genau richtig. Ich habe mich mit dem Thema „Pflanzen und Katzen“ ausgiebig beschäftigt und gebe Dir nachfolgend eine Übersicht, welche Pflanzen für Mensch und Katze am besten geeignet sind.

Zum Schutz Deiner tierischen Mitbewohner: Ungiftige Pflanzen für Katzen

Auch ich mag Pflanzen und Blumen. Wir hatten früher sehr viele Zimmerpflanzen. Ob ein einfacher Ficus oder wunderschöne Orchideen. Zahlreiche grüne und farbige Pflanzen lebten bei uns im Haus.
Darüber, dass diese Einfluss auf meine Katzen haben könnten, habe ich mir nie Gedanken gemacht. Doch man lernt ja nie als Katzenmutti aus und so erlernte ich irgendwann, dass Katzen ernsthaft vergiftet werden können, wenn sie aus Langeweile oder Neugierde an den Pflanzen knabbern. Aber auch wenn Blätter auf den Boden fallen oder Blütenstaub ausversehen auf der Katze landet und weggeputzt wird, können giftige Substanzen in die Katze gelangen. Manche Katzen spielen auch gerne mit abgestorbenen Blättern.
Man kann eine Vergiftung also niemals ausschließen und sollte daher Verantwortungsbewusst handeln! Weg mit den giftigen Pflanzen – her mit den ungiftigen Pflanzen! 🙂

Wie giftig eine Pflanze ist, hängt übrigens zum einen von der Pflanze oder Blume ab (Manche Pflanzen sind auch einfach ungeeignet da sie Stacheln oder scharfkantige Blätter haben) und zum anderen, welche Dosis die Katze aufgenommen hat, ob sie Vorerkrankungen hat und ob die Pflanzen vielleicht sogar behandelt sind (Gekaufte Schnittblumen sind in der Regel immer gespritzt und giftig!)
Zudem ist es sehr individuell, wie eine Katze reagiert.

Manche Katzen können erst nach Jahren erste Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Mattheit, Nierenprobleme oder Epilepsie zeigen oder plötzlich einen Herzstillstand bis hin zum Tod haben, da sich das Gift schleichend immer mehr im Körper angesammelt hat, bis zu einem Punkt, wo der Grenzwert überschritten ist. Es sind Fälle bekannt, bei denen Katzen über Jahre immer mal wieder an Pflanzen geknabbert haben ohne dass etwas passiert ist – bis zum Tag x, an dem die Katze dann „überraschend“ sehr krank wurde.

Tierärzte erkennen nicht immer sofort, was die Katze hat und stellen selten die Verbindung zu Vergiftungen durch Pflanzen her.

 

Warum knabbern Katzen eigentlich an Pflanzen?

Nicht alle Katzen tun es, aber manche dafür umso mehr. Katzen knabbern an Pflanzen, weil sie zum einen oftmals Langeweile haben und es ihnen Abwechslung zum öden Alltag bietet. Zum anderen hilft es Katzen bei der Verdauung. Denn wenn Katzen auf Katzengras kauen, hat dies einen hilfreichen Effekt: Es befördert Haarballen aus dem Körper.

Katzen putzen sich und verschlucken dabei auch Katzenhaare. Daraus bilden sich nicht selten Haarballen. Normalerweise ist der Verdauungstrakt darauf ausgelegt, die verschluckten Haare auszuscheiden, doch manchmal funktioniert dies nicht so gut und die Katze muss nachhelfen. Dies tut sie, indem sie versucht die Haare zu erbrechen. Gras setzt durch Kauen Bitterstoffe frei, die ein Erbrechen auslöst.

Passiert das Erbrechen bei Deinen Katzen übrigens nur ab und zu ist es nicht schlimm. Bei regelmäßigem (z.B. jede Woche) oder vermehrtem Erbrechen solltest Du jedoch bei Deinem Tierarzt vorstellig werden!

 

Hilf Deiner Katze

In Deinem Haushalt sollte
nicht nur viel Beschäftigung für Deine Katze vorhanden sein, sondern
vielleicht auch Katzengras (nur softes Katzengras! Siehe unten) oder
alternativ Malzpaste angeboten werden.

Auch mit regelmäßigem Bürsten kannst Du Deine Mieze bei der Fellpflege unterstützen.

Giftige Pflanzen solltest Du komplett verbannen oder in einen Raum stellen, zu dem Deine Katze keinen Zutritt hat.

Hinweis: Auch auf Balkon und Garten sollten am besten nur ungiftige Pflanzen und Blumen gesetzt werden.

HINWEIS: Im Internet gibt es hunderte von Seiten mit Listen von giftigen und ungiftigen Pflanzen. Bei Vergleichen fiel mir auf, dass die meisten Listen unvollständig oder sogar widersprüchlich sind. Leider ist es auch so, dass die Wirkung von vielen Pflanzen auf Katzen nicht richtig untersucht ist. Man kann aber davon ausgehen, dass die meisten Pflanzen und Blumen für Katzen giftig sind.

 

Better safe than sorry

Am besten solltest Du gar keine Pflanzen, außer die unten genannten, bei Dir stehen haben.
In jeden Fall ist es empfehlenswert die Pflanzen, die auffallend oft im Internet als giftig eingestuft sind, zu verbannen.

Wenn dies aus irgendeinem Grund nicht für Dich in Frage kommt, solltest Du sicherstellen, dass Deine Katzen nicht an Deinen Pflanzen knabbern und spielen ; der Rücken / Körper der Katze die Pflanzen nicht berührt & Deine Miezen ausreichend Beschäftigung haben.

 

Hier die gängigsten Pflanzen und Blumen in meiner Übersicht:

Baldrian – für Katzen sogar zum Knabbern geeignet 🙂

Katzengras – für Katzen sogar zum Knabbern geeignet 🙂

Katzenminze – für Katzen sogar zum Knabbern geeignet 🙂

Frauenhaarfarn – unbedenklich

Geldbaum – unbedenklich

Kokospalme – unbedenklich

Dattelpalme – unbedenklich

Lavendel – unbedenklich

Melisse – unbedenklich

Pfefferminz – unbedenklich

Aloe Vera – giftig!

Avocado – giftig!

Dieffenbachie – giftig!

Drachenbaum – giftig!

Efeu & Efeutute – giftig!

Einblatt – giftig!

Farne – giftig!

Fikus – giftig!

Lilien – giftig!

Kräuter (Küche, Garten) wie z.B. Petersilie & Lauch- und Zwiebelgewächse, also u.a. Schnittlauch – giftig!

Orchideen – giftig!

Osterglocken – giftig!

Tulpen – giftig!

Yuccapalme – giftig!

Wasserpflanzen – giftig!

Weihnachtsstern – giftig!

Generell gilt: Knabbern sollten Katzen nur an Futterpflanzen wie z.B. Katzengras (siehe unten). Zwar sind die hier genannten UNBEDENKLICHEN Pflanzen nicht giftig, sollten aber auch nicht von Deinen Katzen verzehrt werden.

 

TIPP: Deine Katzenpflanzen-Kenntnisse zum Schutz deiner Katze kannst Du bei Sabine Ruthenfranz, Autorin und Podcast Moderatorin vertiefen.

 

Meine Katzenpflanzen:

Nachdem ich gelernt habe, dass die meisten, bekannten Pflanzen nicht für unsere Stubentiger geeignet sind, habe ich aussortiert. Ich habe alle Pflanzen verschenkt oder zur Adoption gegeben. Dadurch haben Menschen ohne Haustiere Freude an meinen Pflanzen und ich musste nicht ganz so traurig sein.♡

In meinen Wohnräumlichkeiten befinden sich inzwischen:

  • Für die Miezen: Alle Knabberpflanzen von Golliwoog® – gibt es z.B. bei Fressnapf
  • Geldbaum
  • Dattelpalmen (selbst gezüchtet aus einem Dattelkern daher absolut BIO)
  • Kokospalme
  • Meine geliebten Orchideen haben wir ins Badezimmer verfrachtet, wo die Katzen keinen Zutritt haben.

 

Katzengras

Katzengras ist ja allgemein bekannt und steht in vielen Katzenhaushalten. Klar, Katzengras ist zwar nicht giftig ABER ACHTUNG: Das im Handel angebotene Katzengras ist in der Regel sehr scharfkantig! Durch die scharfen Halme führt es nicht selten zu Blutungen und gereizten Schleimhäuten. Ich habe auch schon live erlebt, wie bei Katzen das Katzengras im Rachenraum hängen bleibt! 😵
Wenn Du Deinen Miezis Katzengras anbieten möchtest, greife zu weichen Gras (z.B. Golli-Thek® Softgras, gibt es im Fressnapf) oder Queckengras (Wildgras, einfach aus der Natur sammeln).

 

 

Du hast noch Fragen?
Hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe mir einfach eine E-Mail.

 

Alles Liebe,

Sakura

 

[WERBUNG! Dieser Blog Beitrag spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder. Ich werbe aus Überzeugung für Produkte und Seiten anderer Unternehmen. Ich habe weder für die Produkttests noch für die Verlinkungen zu Drittanbietern Geld oder eine anderweitige Bezahlung erhalten.]

 

Veröffentlicht in Allgemein

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