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Check-up von Katzen: Warum eine Vorsorgeuntersuchung so wichtig ist

Vorsorgeuntersuchung für Katzen

Jedes Jahr zum Tierarzt? Muss das wirklich sein?
Schließlich wirkt Deine Katze doch fit und gesund?
Ein Gesundheitscheck / Check-up von Katzen kostet unnötig Geld?
Leider höre ich dies häufig von Katzenhaltern.

Doch eine Vorsorgeuntersuchung ist, wie auch bei uns Menschen, nicht nur sinnvoll sondern kann Leben retten! Nur sie gibt Dir die Sicherheit, dass es Deiner Katze wirklich gut geht.

 

Warum ist eine Vorsorgeuntersuchung so wichtig?

Katzen sind Meister im Verstecken von Schmerzen oder Krankheiten. Die ist ein natürlicher Instinkt. Denn in der Wildnis überleben nur die starken. Wenn Deine Katze krank ist und dies offensichtlich zeigt, ist es in der Regel schon sehr schlimm und vielleicht sogar zu spät.

Oft erkennt man Krankheiten oder andere ernstzunehmende gesundheitliche Veränderungen gar nicht ohne eine regelmäßige, allgemeine Untersuchung und einer klinischer Diagnostik wie z.B. dem Blutbefund. Daher ist eine Blutentnahme bei einem Gesundheitscheck essentiell!

Besonders häufig sind leider Nierenerkrankungen bei Katzen. Diese erkennt man im Anfangsstadium normalerweise nicht von außen. Nur bestimmte Blutparameter können Aufschluss darüber geben. Gerade Nierenprobleme sind gravierend, da sich die Nieren nicht wieder regenerien. Es ist hier also absolut wichtig, jährlich ein Blick auf Katze sowie ihre Blutwerte zu haben, um rechtzeitig eingreifen zu können.

Aber auch Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenüberfunktion können ohne eine Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt unerkannt bleiben. Alle diese ernsten Krankheiten schädigen den Körper. Frühzeitig erkannt, kann man gegenwirken und die Erkrankung in den Griff bekommen, sodass Folgeschäden ausbleiben können.

Du sparst sogar Geld mit einer Vorsorge! Das Geld was du für den Check-up ausgibst, ist gering im Gegensatz dazu, falls Deine Katze später ständig wegen Krankhetien zum Tierarzt muss oder Medikamente braucht. Dann wird es auf jeden Fall teurer.

Auch der Stress, den Deine Katze (in Deinen Augen vielleicht) unnötigerweise beim Tierarzt zu einer Vorsorge hat, ist nicht so schlimm, als wenn sie schwer erkrankt. Die Vorwürfe die Du dir dann machst, weil Du es hättest rechtzeitig behandeln können, möchtest Du Dir mit Sicherheit nicht machen.

Tipp: Wenn Deine Katze wirklich extreme Probleme mit der Fahrt zum Tierarzt hat, probier mal einen mobilen Tierarzt aus. In Dortmund gibt es die Tierärztin Helgrid Mitze und Felmo.

Also, zögere nicht und denk an den jährlichen Check-up für Deinen tierischen Mitbewohner 🙂

 

Was sollte ein Check-up von Katzen beinhalten?

Ganz wichtig: Ein Blutbild!

Die meisten Katzenhalter gehen zwar jährlich mit ihrer Katze zum Tierarzt – aber meistens nur zum impfen. Der Tierarzt guckt die Katze dabei kurz an. Ein richtiger Check erfolgt hingegen nicht!
Also: Ein Termin zum Impfen ist keine Vorsorge!

Bei einer Vorsorgeuntersuchung betrachtet der Tierarzt deine Katze ganz genau.
Er schaut sich äußerliche Auffälligkeiten an und entnimmt Blut.
Nur das große Blutbild kann Dir erste Hinweise auf verborgene Krankheiten geben, wie z.B. Nierenschäden oder Schildrüsenerkrankungen.

Das Blut Deiner Katze sollte demnach nicht erst genauer angesehen werden, um Krankheitserscheinungen abzuklären – denn dann ist es manchmal bereits zu spät – sondern bereits von Anfang an, wenn Miezi gesund wirkt. Wenn Deine Katze eine Dauermedikation bekommt, sollte ein Blutbild Pflicht sein um die Organbelastung kontrollieren zu lassen. Ebenfalls ist die Überprüfung der Narkosefähigkeit durch ein Blutbild möglich.

Egal wie alt Deine Katze ist:
1x im Jahr sollten Deine Katzen zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gebracht werden.
Es sollte eine Allgemeine Untersuchung durchgeführt werden inkl. Zahnkontrolle, Parasitenkontrolle und Gewichtskontrolle. Die körperliche Untersuchung besteht aus dem Betrachten, Abtasten und Abhören.
Ich empfehle zusätzlich immer ein Blutbild, auch bei jungen Tieren.

Ab dem 6-7. Katzenjahr ist das Blutbild Pflicht. Ich rate zusätzlich zum Messen vom Blutdruck + ggf. Harnuntersuchung.
Also: Allgemeine Untersuchung (inkl. Zahncheck, Parasitencheck, Gewichtskontrolle) + Blutbild + Blutdruck messen.
Optional aber empfehlenswert: Ein allgemeines Röntgenbild gibt Aufschluss über Größe und Veränderungen von Organen. Die Katze muss hierfür nicht sediert werden.

Ab dem 10. Katzenjahr solltest Du alle oben genannten Untersuchungen innerhalb der Vorsorgeuntersuchung am besten halbjährlich durchführen lassen.
Optimal wäre ein zumindest einmaliges Herz-Ultraschall, um Herzerkrankungen und Veränderungen am Herzen zu sehen. Gerade Seniorenkatzen können heimlich Herzprobleme haben, da das Herz im Alter eher verschließt, als bei jungen Tieren.

Der Check-up von Katzen zweimal im Jahr klingt zwar erstmal viel, aber der Stress den Deine Katzen dabei haben, ist nicht so schlimm, wie eine Krankheit, die Du übersehen könntest. Beispielsweise tritt vor allem bei älteren Katzen häufig eine chronische Nierenerkrankung auf, die man ohne einen Check-up meistens nicht rechtzeitig erkennt.
Also: Allgemeine Untersuchung (inkl. Zahncheck, Parasitenkontrolle, Gewichtskontrolle) + Blutbild + Blutdruck + Röntgenbild + ggf. Herz-Ultraschall.

Tipp: Die Tierarztpraxis am Dorney bietet einen sogenannten “Alters-Check” ab ca. dem 6. Katzenjahr an. Für einen pauschalen Preis bekommst Du: Allgemeine Untersuchung, Blutdruck messen, Blutbild und Röntgenbild. Ich nutze dieses preisgünstige Paket bei meinen Katzenkindern.

Hinweis: Für das Blutbild sollte die Katze immer nüchtern sein, um einige Werte nicht zu verfälschen. Manche Tierärzte teilen einem dies leider nicht mit.

 

Katzenkrankenversicherung

Du hast die Möglichkeit für Deine Miezen eine Versicherung abzuschließen, die evtl. Tierarzt- und OP-Kosten übernimmt. Dazu gehören auch die Kosten für einen Gesundheitscheck.
Wenn Du an einer solchen Katzenkrankenversicherung interessiert bist, eignet sich ein Vergleich von verschiedenen Anbietern. Die Beiträge richten sich nach dem Alter der Katzen sowie bestehenden Vorerkrankungen.
Eine Versicherung sollte bestmöglich abgeschlossen werden, wenn Deine Katze noch sehr jung sind.
Hinweis: Viele Versicherer nehmen Katzen nur bis zu einem Lebensalter von maximal 10 Jahren als Mitglied auf.

Meine Empfehlung: Lege Dir einfach monatlich einen festen Betrag zur Seite, damit Du bei teuren Untersuchungen oder sogar Operationen (z.B. Zahnextraktionen) keine finanziellen Überraschungen erlebst.

 

Katze in die Transportbox bekommen

Wenn Dich die “Transportbox-Krise” bisher von einem Tierarztbesuch abgehalten hat, habe ich hier einige Tipps für Dich!

 

Fazit:

Nur durch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung können Erkrankungen schon im Frühstadium erkannt und erfolgreich behandelt werden. Mit einem Check-up von Katzen machst Du genau das richtige. Denn: Mit einer sehr guten Rundumversorgung, wie einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung, einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und unendlich Liebe hast Du viele glückliche Jahre mit Miezi 🙂

 

Du hast noch Fragen? Schreib mir einfach eine E-Mail.

Alles Liebe,

Sakura

 

[WERBUNG! Dieser Blog Beitrag spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder. Ich werbe aus Überzeugung für Produkte und Seiten anderer Unternehmen. Ich habe weder für die Produkttests noch für die Verlinkungen zu Drittanbietern Geld oder eine anderweitige Bezahlung erhalten.]

Veröffentlicht in Allgemein

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