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Versicherung für Katzen

Katzenversicherungen – sinnvoll oder nicht?

Ob Vollversicherung oder OP-Versicherung – viele Katzenhalter fragen sich, welche Absicherung die richtige ist.

Ich werde oft gefragt, ob ich eine Versicherung für Katzen empfehlen kann. Ich selbst habe tatsächlich bereits Erfahrungen mit einer OP-Versicherung gemacht und könnte einiges dazu erzählen.

Grundsätzlich halte ich sowohl eine OP-Versicherung als auch eine Vollversicherung für Katzen für sehr sinnvoll, da Tierarztkosten schnell sehr hoch werden können.
Als Katzenhalter trägt man Verantwortung für ein Lebewesen, deshalb sollte eine notwendige medizinische Versorgung niemals aus Kostengründen unterbleiben.

🔗 Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten – lies daher unbedingt meinen Blog-Artikel zu diesem wichtigen Thema.

Das Thema „Versicherung für Katzen“ ist recht umfangreich. Es macht daher Sinn, sich intensiv mit den verschiedenen Versicherungsarten auseinanderzusetzen.

 

Versicherung für Katzen: Was du vor dem Abschluss wissen solltest

Du liebst deine Katze und möchtest sicherstellen, dass sie im Krankheits- oder Unfallfall die bestmögliche medizinische Versorgung erhält. Doch wie schützt du dich und deine Katze vor den hohen Kosten tierärztlicher Behandlungen? Eine Katzenversicherung kann hier eine große Hilfe sein! Bevor du eine abschließt, solltest du einige wichtige Aspekte beachten. Besonders wichtig ist es, die richtige Versicherung zu finden, die sowohl zu deiner Katze als auch zu deinem Budget passt.

 

Wann solltest du eine Versicherung abschließen?

Im Idealfall solltest du den Vertrag abschließen, wenn deine Katze noch jung und gesund ist. Denn so profitierst du von günstigen Beiträgen und kannst sicherstellen, dass deine Katze auch im Falle einer unerwarteten Erkrankung oder eines Unfalls gut abgesichert ist.

Aber auch für ältere Katzen lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Versicherungsangebote. Allerdings gibt es bei älteren Katzen oft Einschränkungen von den Versicherungsunternehmen. Manche Versicherungen schließen Katzen über einem bestimmten Alter aus, oder sie erheben deutlich höhere Beiträge. Zudem ist es wichtig, dass du prüfst, ob die Versicherung im Falle von Vorerkrankungen deiner Katze auch tatsächlich zahlt.

 

Folgende Aspekte solltest du für dich und deine Katzen klären:

OP- oder Vollversicherung?

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen einer OP-Versicherung und einer Vollversicherung.

Während eine OP-Versicherung nur für chirurgische Eingriffe und ggf. das Drumherum aufkommt, bietet eine Vollversicherung („Katzenkrankenversicherung“) einen umfassenden Schutz. Das heißt, sie inkludiert den OP-Schutz komplett UND übernimmt zusätzlich die Tierarztkosten bei Krankheit oder Unfall.
Die Katzenkrankenversicherung deckt auch Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnosen, Medikamente sowie in der Regel Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Check-ups ab. Die Krankenversicherung ist teurer, bietet dafür aber auch eine breitere Absicherung gegen Krankheiten und Unfallfolgen.

Wenn dir eine reine OP-Versicherung ausreicht, achte unbedingt auf den Zeitraum für die Operationsvorbereitung und Nachbehandlungen. Gute Tarife übernehmen die Kosten für Diagnostik, Medikamente und Nachbehandlungen mindestens bis 30 Tage nach dem eigentlichen Eingriff und normalerweise auch Tage davor.

💡Bei einer OP-Versicherung muss Haut oder Gewerbe durchtrennt werden, erst dann gilt der Eingriff als Operation. Wundversorgungen, Zahnextraktionen und Zahnwurzelbehandlungen unter Narkose gelten bei einigen Versicherungsgesellschaften ebenfalls als OP.

 

Lies das Kleingedruckte!

Jede Versicherungsgesellschaft bietet andere Leistungen und Ausschlüsse. Bevor du einen Vertrag abschließt, lies dir unbedingt die Vertragsbedingungen durch. Manchmal weichen Informationen auf der Website einer Versicherung von den tatsächlichen Vertragsbedingungen ab. Guck daher genau hin.

Hat deine Katze Vorerkrankungen?

Falls deine Katze eine Vorerkrankung hat, solltest du klären, ob diese Erkrankung von der Versicherung ausgeschlossen ist. In der Regel sind Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz ausgenommen. Manche Versicherungen bieten dann zwar eine Grundabsicherung, schließen aber spezifische Erkrankungen wie z.B. Zahnprobleme oder chronische Krankheiten aus. Im Fall von FORL könnte es beispielsweise sein, dass sämtliche Behandlungen in der Maulhöhle nicht abgedeckt sind.
Manche Versicherungen bieten bei bestimmten Rassen wie Main Coon oder British Kurzhaar nur eingeschränkte Leistungen, da sie durch ihre Zucht zu bestimmten Erkrankungen neigen. Achte auf das Kleingedruckte dazu.

Wie alt ist deine Katze?

Einige Versicherungen nehme Katzen nur bis zu einem bestimmten Alter auf, etwa bis zum 8. Lebensjahr. Bei alten Katzen schau genau hin, ob sich eine Versicherung noch rechnet und welche Ausschlüsse bestehen.

Selbstbeteiligung oder keine Zuzahlung?

Möchtest du im Falle eines Tierarztbesuchs eine Selbstbeteiligung leisten oder bevorzugst du es, dass die Versicherung die Kosten vollständig übernimmt? Versicherungen mit Selbstbeteiligung sind in der Regel günstiger, aber du solltest abwägen, ob du im Krankheitsfall tatsächlich bereit bist, einen Teil der Kosten selbst zu tragen.

Vorsorgeuntersuchungen inklusive?

Die lebenswichtigen Vorsorgeuntersuchungen (Check-ups) sollten meiner Meinung nach zumindest mit einem Zuschuss in den Versicherungsschutz aufgenommen sein.

Zahnbehandlungen

Ein absolutes Muss jeder Katzenversicherung: Zähne sollten versichert sein. Denn fast jede Katze wird in ihrem Leben Zahnbehandlungen benötigen.

Leistung nach GOT-Satz (Gebührenordnung für Tierärzte)?

Achte darauf, welchen GOT-Satz die Versicherung zahlt oder ob es eine Obergrenze gibt. Gerade bei Notfällen kann es vorkommen, dass Tierarztkosten den GOT-Satz übersteigen. Hier solltest du prüfen, ob die Versicherung diese Mehrkosten übernimmt. Ich empfehle, dass deine gewählte Versicherung mindestens den 3-fachen Satz der GOT abdeckt. Besser ist eine Erstattung bis zum 4-fachen Satz, der bei Notfallversorgungen beim Tierarzt oder der Tierklinik fällig wird.

Zusatzleistungen wie Homöopathie oder Physiotherapie?

Einige Versicherungen bieten Zusatzleistungen wie Physiotherapie, homöopathische Behandlungen oder andere alternative Therapien an. Wenn dir solche Behandlungen wichtig sind, solltest du dies bei der Auswahl der Versicherung berücksichtigen.

Wartezeit und Kündigungsfrist

Jede Versicherung hat eine sogenannte Wartezeit: die Zeit, in der du keine Leistungen in Anspruch nehmen kannst, nachdem du den Vertrag abgeschlossen hast. Auch die Kündigungsfrist sollte im Vertrag klar geregelt sein. Die Wartezeit sollte so kurz wie möglich sein. Achte zudem darauf, dass du bei einem Wechsel der Versicherung flexibel bleibst, falls sich die Angebote ändern oder du unzufrieden bist.

Höchstgrenze der Auszahlung

Viele Versicherungen legen eine Höchstgrenze fest, bis zu welcher Summe sie im Jahr zahlen. Für alles darüber musst du selbst aufkommen. Achte darauf, dass diese Grenze für die medizinische Versorgung deiner Katze ausreicht. Ich empfehle hier, dass mindestens 2.500 € pro Jahr gezahlt werden. Optimal ist eine unbegrenzte Höchstleistung pro Jahr.

Kündigung nach Leistungsfall

Ein wichtiger Punkt ist, ob die Versicherung das Recht hat, dir nach einem Leistungsfall den Vertrag zu kündigen. Achte genau auf diese Klausel im Vertrag, da sie dir im schlimmsten Fall den Versicherungsschutz entziehen könnte, wenn deine Katze eine größere Behandlung benötigt hat.

Vorleistung oder direkte Abrechnung mit dem Tierarzt?

Manche (eher selten) Tierarztpraxen rechnen direkt mit der Versicherung ab, was den Verwaltungsaufwand für dich minimiert. Andere verlangen, dass du zunächst in Vorleistung gehst und die Rechnung später einreichst. Letzteres kann insbesondere dann stressig werden, wenn du hohe Beträge vorstrecken musst.

Wie schnell zahlt die Versicherung?

Prüfe, wie schnell die Versicherung nach einem Behandlungsfall die Kosten übernimmt. Manche Versicherungen sind bekannt für schnelle Zahlungen, bei anderen kann es länger dauern. Auch die Art der Rechnungsstellung (per Post, App oder Online-Formular) spielt eine Rolle, wenn es um die Bearbeitungszeit geht.

 

Schau unbedingt mal in die „EisbaumTabelle Katze“ rein.
Die EisbaumTabelle ist ein Bewertungsverfahren, das die Leistungsfähigkeit von Katzenkrankenversicherungen anhand einer 5-Jahres-Realwert-Methode analysiert und es Katzenhaltern ermöglicht, verschiedene Tarife objektiv zu vergleichen. Sie bewertet, wie gut Versicherungen tiermedizinische Leistungen erstatten, indem sie sich reale Behandlungskosten und tarifliche Begrenzungen ansieht.

 

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Alles Liebe,

Sakura

 

Veröffentlicht in Allgemein

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