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Futterumstellung bei Katzen

Futterumstellung bei Katzen – so gelingt es!

Katzen an ein neues Futter gewöhnen ist manchmal eine echte Herausforderung.
Nachdem Du bei mir im Blog bereits erfahren hast, woran Du wirklich gutes Katzenfutter erkennen kannst, folgt nun alles zum Thema ‚Futterumstellung bei Katzen‘.

Denn vielleicht erkennst Du die nachfolgende Situation wieder: Das neue, qualitativ hochwertige Katzenfutter ist gekauft und serviert – doch Deine Katze rümpft nur die Nase und geht lieber in den Hungerstreik, als davon zu essen. Herzlichen Glückwunsch, du hast eine Dramaqueen als Mitbewohner 😉 Nein, ganz so schlimm ist es eigentlich nicht.

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Dass Deine Katze das neue Futter verweigert, ist nichts ungewöhnliches. Du musst sie jetzt erstmal langsam an das neue Futter gewöhnen. Auf keinen Fall solltest Du den Futternapf nun komplett und ausschließlich mit dem neuen Futter befüllen. Es ist sehr wichtig, dass Du in kleinen Schritten vorgehst und zum Anfang wirklich nur eine klitze-kleine Menge des neuen Futters unter das bisherige Futter mischst. Die Akzeptanz erhöht sich dadurch und der Organismus kann sich in Ruhe an das neue Futter gewöhnen und auf die Nahrung einstellen. Durch die Mini-Gaben entstehen nämlich auch deutlich weniger Verdauungsprobleme, Erbrechen und Durchfall.

 

Gründe für eine Futterverweigerung

Warum mäkeln Katzen am Futter?

Lieblingsessen seit Kindesalter:

Laut Experten für klinische Diätetik bei Kleintieren aus den USA soll das Futter, welches Katzen in ihren ersten sechs Lebensmonaten bekommen, maßgebend dafür sein, welches Futter sie ihr weiteres Leben bevorzugen werden. Das klingt plausibel, heißt aber nicht, dass sich die Katze nicht doch für etwas neues begeistern lässt. Eine fixe Prägung auf ein bestimmtes Futter gibt es meiner Meinung nach bei Katzen nicht.

Alte Katzen:

Ab einem bestimmten Alter verlieren Katzen mehr und mehr die Motivation für ihr Futter und haben generell wenig Appetit. Hier ist ein abwechslungsreicher Menüplan erforderlich. Tipps zu diesem besonderen Alter findest Du im Ratgeber „Lauter reizende … alte Katzen!*“ von Autorin und Tierärztin Sabine Schroll.

Kranke Katzen:

Wenn Deine Katze plötzlich schlechter isst und sogar ihr Lieblingsessen verweigert, solltest Du gesundheitliche Ursachen ausschließen. Manchmal können es Zahnprobleme oder eine kurze Magen-Darm-Verstimmung bei Deiner Katze sein, allerdings kann auch eine ernsthafte Krankheit dahinter stecken.

Verbindung mit etwas negativem:

Sollte Deine Katze einen bestimmten Geschmack mit einem negativen Erlebnis (z.B. Erbrechen, Schmerzen) verbinden, ist es sehr gut möglich, dass sie diesen meiden wird. Ich rate daher davon ab, eine Futterumstellung durchzuführen, wenn es Deinem Kätzchen akut sehr schlecht geht und sie z.B. oft zum Tierarzt muss.

Ungeeigneter Futterplatz und suboptimale Futtergabe:

Es ist sehr wichtig, dass Deine Katze ungestört essen kann. Bei der Auswahl des richtigen Standortes für den Futterplatz solltest Du daher berücksichtigen, dass dieser ruhig gelegen ist. Fernab von Lärm, Durchgangsverkehr, Wasserschalen und Katzentoiletten! Optimal ist zudem ein Futternapf aus Keramik oder Glas, da diese keinen Eigengeruch haben.

Nassfutter sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank gegeben werden. Kaltes Essen entfaltet seinen Geruch bzw. sein Aroma noch nicht vollständig und ist auch für den Magen-Darm nicht zu empfehlen. Achte aber darauf, dass das Nassfutter frisch ist. Bewahre es entweder gekühlt auf oder besorge Dir einen Deckel für die Dose, damit es nicht antrocknet oder sich gar Fliegen drauf setzen können.

Lockstoffe und andere dubiose Tricks der Futterindustrie:

Überwiegend ist der Hauptgrund, warum Katzen neues Futter ablehnen ein ganz einfacher: Lock- und Aromastoffe sowie Geschmacksverstärkern im gewohnten Futter.
Viele Katzenfuttermarken sind leider voll mit genau diesen Zusätzen. Auch an diverse Füllstoffel wie z.B. Reis, Nudeln oder Soja hat sich Deine Katze über Jahre gewöhnt. Katzen sind Gewohnheitstiere, die sich nicht so leicht für neue Dinge begeistern lassen.
Möglicherweise hat das minderwertige Futter Deine Katze auch richtig süchtig gemacht.
Wie auch bei uns Menschen sind oftmals Produkte beliebt, dir wir eigentlich meiden sollten. Ich erwähne zum Vergleich an dieser Stelle mal Sahnetorte und Chips 😀
Hochwertiges Katzenfutter kommt ohne Füllstoffe und bedenkliche Zutaten aus. Es bringt jedoch auch vielleicht deutlich weniger Soße mit sich. Das wirkt auf Deine Katze zunächst wenig attraktiv.

Nicht aufgeben!

Sei also bitte nicht enttäuscht, wenn Miezi sich nicht sofort auf das neue Futter stürzt. Katzen können sehr sturr sein und hungern lieber, als das gute Futter zu essen. Es ist dabei übrigens bedeutungslos, ob der Futterwechsel von z.B. einem schlechten Nassfutter auf ein gutes Nassfutter oder von Trockenfutter auf Nassfutter erfolgen soll. Für Deine Katze soll nur das in den Napf kommen, was sie am liebsten mag. Und das ist oftmals das minderwertige, mit Lock- und Aromastoffen zugesetzte Futter aus dem Supermarkt.

Es heißt übrigens auf manchen Internetseiten, dass Katzen von Natur aus neuem, unbekannten Futter misstrauisch/ängstlich gegenüberstehen und Neophobiker sind. Sie würden nichts unbekanntes essen, aus Selbstschutz. Das ist so aber nicht ganz korrekt. Denn eine Katze kann leider nicht selbst entscheiden, ob etwas gesund oder ungesund ist. (Das sieht man schon daran, dass Katzen im Haushalt an giftigen Pflanzen nagen). Viel mehr spielen Lockstoffe und andere süchtig-machende-Zutaten im bisherigen Futter eine entscheidende Rolle. Dagegen muss man erstmal ankämpfen!

Sei daher nicht sofort verzweifelt oder gib nach 3 Tagen auf!
Es braucht nur zwei essentielle Dinge, um eine Futterumstellung bei Katzen erfolgreich durchzuführen: Geduld und die richtige Durchführung!

 

Futterumstellung bei Katzen – so gelingt es!

Mit meinen nachfolgenden Tipps sollte die Futterumstellung auch bei Deiner Katze gelingen. Der Plan gilt nur für gesunde Katzen. Bei schwer kranken oder untergewichtige Katzen sollte man einen Tierarzt zur Rate ziehen.

  1. Bevor Du los legst, hab bitte folgendes immer parat: Viel Geduld und Konsequenz! Vor allem Konsequenz ist unerlässlich! Auch wenn Deine Katze das neue Futter nicht anrührt, bleibe hart und gib ihr nicht sofort eine andere Sorte oder das alte Futter. Geh den Futterwechsel nur an, wenn Du den Kopf frei dafür hast. Du musst Dir absolut sicher sein, dass Du die Futterumstellung machen möchtest. Zweifel lassen Dich früher aufgeben. Bleib wirklich geduldig, die Umstellung kann sehr lange dauern!
  2. Kleine Schritte! Fang nur mit ganz, ganz kleinen Mengen an. Das alte Futter sollte dominieren. Unten findest Du meinen Futterplan.
  3. Stell das Futter ohne Aufregung hin. Alles sollte so wie immer sein!
  4. Keine Zwischenmahlzeiten! Kein Trockenfutter! Deine Katzen sollten keine Ausweichmöglichkeit auf ein anderes Futter haben. Das beliebte „Trockenfutterschüsselchen“ was den ganzen Tag über gefüllt im Raum steht, solltest Du wegstellen. Am besten für immer – denn Trockenfutter ist ungesund 😉
  5. Gesunder Hunger ist hilfreich! Deine Katze sollte etwas Hunger haben! Fang am besten morgens mit der Futterumstellung an, wenn Deine Katze ihre erste gewohnte Mahlzeit bekommt. Wenn Deine Mieze ihr neues Futter nicht anrührt, kannst Du es nach einiger Zeit (ca. 30 Mins) wieder wegstellen. Biete es dann später erneut an. Zwing sie aber nicht!
    WICHTIG! Deine Katze darf nicht länger als 24 Stunden hungern! Das kann zu ernsten gesundheitlichen Schäden führen! Sollte Deine Katze in den Hungerstreik gehen, biete ihr am Abend 2-4 Teelöffel vom alten Futter, ohne neues Futter an. Es sollte so wenig sein, dass sie sich daran nicht satt essen kann, aber so viel sein, dass der Katzen-Kreislauf in Schwung bleibt.
  6. Bewegung regt den Appetit an! Gelangweilte Katzen mäkeln ofter. Schau Dir gerne meinen Artikel zum Thema „Beschäftigung für Katzen“ an. Wenn Dein Stubentiger von Dir ausgelastet wird, ist auch der Hunger größer. Alternativ kannst Du auch überlegen, ob Du das Nassfutter in kleinen Mausgroßen Portionen in der Wohnung verteilst. Hierfür eignen sich Tellerchen. Dann muss Deine Katze die Beute erstmal suchen und „fangen“! 😉
  7. Toppings! Oft hilft beim neuen Futter auch ein Leckerchen on top! Ob Brösel vom Lieblingsleckerchen*, Bierhefepulver oder Malzpaste. Manche Katzen lassen sich für das Futter begeistern, wenn es ein hinreißendes Topping hat. Es kann auch hilfreich sein, den Futtermix leicht anzuwärmen.
  8. Tricksen mit dem Napf! Biete das neue Futter im gewohnten Napf, am gewohnten Futterplatz an. Das alte Futter fütterst Du ebenfalls, sodass Miezi sich aussuchen kann, was sie essen will. ABER: Das alte Futter wird in einem neuem Napf an einem ungewohnten Napf gereicht.
  9. Feste Fütterungszeiten! In dieser speziellen Umstellungsphase kannst Du mit festen Fütterungszeiten arbeiten, damit Miezi lernt, dass sie das Essen nur zu den bestimmten Zeiten bekommt und es zu fressen hat.

 

Futterumstellung bei Katzen – mein Futterplan:

Die Substitutionsmethode ist die Umstellungs-Methode, die meiner Meinung nach am besten funktioniert. Du ersetzt dabei nach und nach das alte Futter.
Notiere Dir am besten täglich, welche Menge Du vom neuen Futter füttterst und wieviel Du vom alten Futter dadurch abgezogen hast.
Optimalerweise wiegst Du alles genau ab.

Los gehts:

Mische dem alten Futter die erste Woche nur eine Messerspitze vom neuen Futter unter.

In der zweiten Woche kannst Du einen halben Teelöffel vom neuen Futter untermischen.

In der dritten Woche nimmst du einen ganzen Teelöffel vom neuen Futter.

Steigere Dich immer weiter, gehe die Umstellung wirklich langsam und in kleinen Schritten an.
Das ist auch für den Organismus der Katze notwendig.

 

 


Deine Katze mäkelt gar nicht? Super! Wenn sich Deine Katze regelrecht auf das neue Futter stürzt, kannst Du bereits nach einer Woche direkt eine große Menge vom neuen Futter untermischen und das alte Futter ersetzen. Du wirst schon merken, wie lecker Dein Plüschpopo das neue Futter findet.

Deine Katze hat bisher gut mitgemacht, frisst den „Futtermix“ plötzlich aber nicht mehr? Gehe in der Dosierung wieder einen Schritt zurück! Es kann auch helfen, das Futter leicht anzuwärmen.

Umstellung ohne Futter wegwerfen zu müssen:
Friere das neue Futter in einem Eiswürfelbereiter ein und taue pro Tag z.B. einen „Futterwürfel“ des neuen Futters auf. Bei Bedarf entsprechend mehr. Dies verhindert, dass Du gerade in der Anfangszeit, wo Du nur sehr wenig Futter benötigst, große Mengen wegwerfen musst.

Hinweis zu Durchfall & Co: Wenn Deine Katze auch nach vielen Tagen immer noch mit Durchfall oder Erbrechen zu kämpfen hat, bieten sich spezielle Verdauungsenzyme als Unterstützung an. Lass die Symptome aber unbedingt von einem Tierarzt abklären.


FAZIT:

Eine komplette Futterumstellung kann mehrere Monate (!) dauern. Das ist zwar eine lange Zeit, zeigt aber auch dass es klappen kann.
Wenn Du auf hochwertiges, katzengerechtes Futter umstellen möchtest (SUPER!), bleib am Ball. Denn es ist sehr wichtig, dass Deine Katze das richtige frisst um lange gesund zu bleiben.

 

Ich wünsche Dir gutes Gelingen! 🙂

 

Du hast noch Fragen? Gerne stehe ich Dir zu Verfügung.

Alles Liebe,

Sakura

 

[WERBUNG! Dieser Blog Beitrag spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder. Ich werbe aus Überzeugung für Produkte und Seiten anderer Unternehmen. Ich habe für die Produkttests kein Geld erhalten.

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