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Die unterschätzte Gefahr: Halsbänder für Katzen

Halsbänder für Katzen – ja oder nein?

Noch immer sind Halsbänder für Katzen weit verbreitet. Auch im Haustierfachhandel und in der Werbung bekommen wir diese immer wieder präsentiert. Doch Halsbänder sind lebensgefährlich für unsere Samtpfoten. Nicht nur wir, von der Katzenbetreuung Dortmund, sondern auch Tierheime und Tierschutzorganisationen raten von Halsbändern für Katzen ab.

 

Warum tragen Katzen eigentlich Halsbänder?

Weil es niedlich aussieht? Oft leider auch aus diesem Grund, allerdings primär zum einen, damit die betreffende Katze jederzeit als „Haustier“ erkannt wird und somit vor Tierheim, Diebstahl und Jägern geschützt ist. Zum anderen, damit sie keine „Beute“ mit nachhause bringt.

Für ersteren Fall gibt es eine katzenfreundliche und zuverlässigere Alternative: Den Mikrochip.
Dieser wird der Katze blitzschnell vom Tierarzt narkosefrei injiziert. Darüber wird der Katzenhalter unkompliziert bei einem Tierarzt oder Tierheim ausfindig gemacht.

Vor Diebstahl und „Jagtunfällen“ sind Katzen leider auch mit Halsband nicht geschützt.

 

Halsbänder mit Glöckchen

Durch das stetige Klingeln in ihren Ohren, sind Katzen großen Sinnesirritationen ausgesetzt. Vögel und Mäuse können leider auch mit den Glocken nicht gerettet werden, da Katzen schnell erlernen die Glocke ruhig zu halten. Viele Nachteile, daher sind Halsbänder mit Glocken unserer Meinung nach absolut sinnfrei und eine Quälerei für die geräuschempfindlichen Miezen.

Es gibt darüber hinaus auch Halsbänder mit Reflektoren und Parasitenschutz, doch auch diese Maßnahmen helfen nachgewiesenermaßen nicht so, wie man es sich erhofft.

Achtung Gefahr!

Die größte Gefahr geht aber vom Bund um den Hals aus. Katzen die sich in oder mit ihrem Halsband verfangen, können sich stark verletzen und sogar erhängen. Bei der Fellpflege, beim Spielen oder Klettern – überall ist die Gefahr des Hängenbleibens gegeben. Halsbänder verursachen Unfälle eher als sie vor diesen schützen.

Beispiel: Freigängerkatzen können sich so sehr mit ihrem Pfötchen im Halsband verfangen, dass sie panisch auf drei Beinen nach Hause laufen – jedoch nicht mehr schnell genug sind und in ihrer blinden Angst dann vor ein Auto oder ähnliches geraten.

Selbst Halsbänder die sich angeblich bei Druck sofort öffnen oder sogenannte Sollbruchstellen haben, sind sehr unzuverlässig. Wer Bilder von Halsbänder-Unfällen sehen kann, dem sei diese Seite vom Tierschutzverein Gütersloh und Umgebung e.V. ans Herz gelegt.

Reine Wohnungskatzen mit Halsband brauchen noch weniger ein Halsband. Das tragen in der Wohnung ist unserer Meinung nach noch viel sinnfreier als bei Freigängerkatzen. Auch hier ist der bestmögliche Schutz immer der Mikrochip.

Sakura Sattler von der Katzenbetreuung Dortmund:

Ich habe persönlich bereits eine schreckliche Erfahrung mit einem Katzenhalsband machen müssen, als sich ein von mir geliebter Kater in seinem Halsband mit dem Unterkiefer verfangen hat und nicht mehr alleine freikam. Es waren viele schmerzhafte und panische Sekunden für die Katze. Glücklicherweise habe ich die Situation mitbekommen und konnte sofort handeln und den Kater vom Halsband befreien.

 

Katzen die gechippt und registriert sind, können ihrem Halter immer zugeordnet werden. Halsbänder sind daher absolut nicht notwendig.
Zum Wohle der Katze empfehen wir, auf ein Halsband zu verzichten.

 

Du hast noch Fragen? Gerne stehen wir Dir zur Verfügung! 😊

Veröffentlicht in Allgemein

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