Katze richtig füttern
Frisst deine Katze manchmal nicht oder nur widerwillig?
Viele Katzenhalter kennen das: du stellst das Futter hin, doch deine Katze schnuppert nur daran, dreht sich um und geht. Schnell kommt der Gedanke auf: „Meine Katze ist eben mäkelig.“
Doch in vielen Fällen steckt kein wählerisches Verhalten dahinter – sondern schlicht ein suboptimales Futtermanagement.
Katzen sind sensible Tiere, und oft sind es Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob sie sich beim Fressen wohlfühlen. Nicht nur was du fütterst, sondern vor allem wie du es anbietest, spielt eine entscheidende Rolle.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit ein paar einfachen Anpassungen dafür sorgen kannst, dass deine Katze entspannt und gerne frisst.
🔗Mehr Infos findest du in meinem Artikel „Gutes Katzenfutter“ sowie „Katzen richtig füttern: Die wichtigsten Fakten zur Ernährung einer Katze“
Futtermanagement bei Katzen: Auf das WIE kommt es an
1. Der richtige Standort
Katzen möchten beim Fressen Ruhe haben. Stelle den Napf an einen ruhigen, geschützten Ort – fernab von lauten Haushaltsgeräten, Türen oder stark frequentierten Bereichen. So fühlt sich deine Katze sicher und kann entspannt fressen. Optimal ist es, wenn der Napf nicht direkt an der Wand steht, sondern so, dass deine Katze die Wand im Rücken hat. Das gibt Sicherheit und verstärkt das Ruhegefühl.
2. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
In der Natur fressen Katzen viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Wenn möglich, biete deiner Katze mehrere kleinere Mahlzeiten an, statt ein- oder zweimal große Portionen.
Optimal sind 4-5x Mahlzeiten am Tag. Das kommt ihrem natürlichen Verhalten entgegen und kann verhindern, dass sie Futter stehen lässt.
Falls du das im Alltag nicht gut umsetzen kannst, sind Futterautomaten (funktionieren auch für Nassfutter) eine gute Hilfe.
⭐️ Meine Empfehlungen für Futterautomaten für Nassfutter (Mit Kühlpads):
Futterautomat für 1 Mahlzeit mit Timer und Kühlmöglichkeit*
Futterautomat für 2 Mahlzeiten mit Timer und Kühlmöglichkeit*
Futterautomat für 3 Mahlzeiten mit Timer und Kühlmöglichkeit*
3. Katzen getrennt füttern
Katzen mögen es nicht nebeneinander oder vom selben Napf zu fressen. Das ist kein natürliches Verhalten. Jede Katze braucht ihren eigenen Napf. Füttere sie in getrennten Räumen oder zumindest so weit auseinander, dass jede Katze ihren eigenen Bereich hat. Wenn du deine Katzen immer gemeinsam fütterst, müssen sie gleichzeitig am selben Ort fressen – ob sie das nun möchten oder nicht. In der Natur würden Katzen jedoch niemals Seite an Seite fressen. Dort entscheidet jede Katze selbst, wann und wo sie frisst, und behält dabei die volle Kontrolle über ihre Umgebung. Diese erzwungene Nähe beim Fressen kann bei deinen Katzen Stress oder Unwohlsein auslösen – auch wenn sie sich sonst gut verstehen.
4. Der passende Napf
Katzen haben empfindliche Schnurrhaare. Ein zu tiefer oder zu schmaler Napf kann unangenehm sein. Flache, breite Schalen sind ideal, weil deine Katze so bequem fressen kann, ohne dass ihre Schnurrhaare anstoßen. Der Napf sollte mindestens 15 cm Durchmesser und nur 0-3 cm Tiefe (Höhe Rand) habe. Das Material sollte ausschließlich aus Keramik oder Glas bestehen.
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Trixie Keramiknapf 18 cm* und Trixie Keramikteller 15 cm*
5. Frisch füttern
Katzen sind sehr empfindlich, was den Geruch von Futter angeht. Steht Nassfutter zu lange herum, verändert sich der Geruch – für uns oft unbemerkt, für die Katze jedoch sehr deutlich. Füttere daher lieber kleinere Portionen und räume übrig gebliebenes Futter nach ca. 3 Stunden weg. Besonders im Sommer kann Futter schnell verderben.
🔗Lies unbedingt auch: Wie Katzen-Nassfutter richtig aufbewahren?
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Im Alltag kann für den Erhalt der Frische die Sure Petcare SureFeed luftdichte Futterschale helfen!* Hier bleibt das Futter stets abgedeckt.
6. Grob oder zermatscht?
Manche Katzenhalter geben das Nassfutter direkt aus der Dose oder Tüte in den Napf – als festen Brocken, ohne es richtig zerkleinern. Manche Katzen mögen das aber gar nicht. Probiere aus, ob deine Katze ihr Futter lieber leicht mit der Gabel aufgelockert oder zerdrückt bekommt. Oft fressen sie es dann deutlich lieber, weil es besser riecht und sich leichter aufnehmen lässt.
7. Hygiene beachten – kein Spülmittelgeruch!
Achte auf gute Hygiene aber übertreibe es nicht. Die Näpfe sollten jeden Tag gesäubert werden, aber am besten mit duftfreien Reingungsmitteln.
Katzen haben einen feinen Geruchssinn. Rückstände von Spülmittel am Napf können den Geschmack des Futters verfälschen und dazu führen, dass die Katze es ablehnt.
Spüle Näpfe gründlich mit klarem Wasser nach und bewahre Futter nicht in der Nähe von stark riechenden Reinigungsmitteln oder Waschmitteln auf. Gerüche übertragen sich leicht auf das Futter.
🔗Lies unbedingt auch: Katzenfutter nicht in der Nähe von Reinigungsmitteln aufbewahren
8. Kein kaltes Futter direkt aus dem Kühlschrank
Futter, das direkt aus dem Kühlschrank kommt, kann nicht nur Bauchweh verursachen, sondern es ist für Katzen auch zu kalt und daher oft unattraktiv.
Lass Nassfutter kurz auf Zimmertemperatur kommen oder erwärme es sanft, zum Beispiel in einem Wasserbad. So entfaltet sich der Geruch besser und deine Katze frisst meist lieber.
🔗Lies unbedingt auch: Kaltes Katzenfutter: Katzenfutter nicht direkt aus dem Kühlschrank geben
9. Futternapf nicht neben dem Wassernapf
In freier Wildbahn sind Futter- und Wasserstelle stets voneinander getrennt. Katzen möchte nicht dort fressen, wo sie trinken – und umgekehrt. Daher: Futter und Wasser mit viel (!) Abstand zueinander platzieren.
🔗 Warum Wassernäpfe nicht neben die Futternäpfe gehören
10. Rituale und Routine schaffen
Katzen sind Gewohnheitstiere. Wenn du jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit fütterst, gibst du deiner Katze Orientierung und ein Gefühl von Sicherheit.
Wichtig: Statt dich auf eine ganz genaue Uhrzeit festzulegen, wähle ein flexibles Zeitfenster.
Zum Beispiel kannst du morgens zwischen 7 und 9 Uhr füttern, statt immer Punkt 8 Uhr.
So bleibt genug Spielraum für deinen Alltag und vermeidet Stress – sowohl bei dir als auch bei deiner Katze.
11. Auf Stressquellen achten
Lärm, Streit mit anderen Katzen, Hunde im Haushalt oder sogar ungewohnte Gerüche können dazu führen, dass Katzen das Fressen verweigern.
Achte auf eine entspannte Umgebung und biete deiner Katze bei Bedarf Rückzugsorte, an denen sie in Ruhe fressen kann.
💡 Auch Activity Feeding ist eine super Idee und macht das Essen nicht so langweilig und uninteressant für deine Katze. Biete ihr also Futter oder Leckerchen immer mal wieder aus z.B. Fummelbrettern* oder anderen Intelligenzspielzeugen und via Clicker-Training* an.
Schmerzen und gesundheitliche Ursachen bedenken
Wenn deine Katze schlecht frisst: Bevor du intensiv am Futtermanagement arbeitest, ist es wichtig, gesundheitliche Ursachen auszuschließen.
Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Wenn eine Katze plötzlich weniger frisst oder ganz das Futter verweigert, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sie sich unwohl fühlt.
Probleme mit den Zähnen, Entzündungen im Maul, Magen-Darm-Beschwerden oder andere Erkrankungen führen oft dazu, dass Katzen das Fressen einstellen – nicht, weil ihnen das Futter nicht schmeckt, sondern weil es ihnen schlicht weh tut.
Wenn deine Katze also plötzlich nicht mehr frisst, lass sie unbedingt von einem Tierarzt untersuchen. Nur so kannst du sicherstellen, dass keine medizinische Ursache hinter dem Verhalten steckt.
Du hast noch Fragen? Gerne stehe ich Dir zu Verfügung.
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Alles Liebe,
Sakura
Hier schreibt Sakura von der Miezen-Sprechstunde für Dich!
Seit über 15 Jahren arbeite ich mit Miezekatzen zusammen und berate meine Kunden im Bereich Katzengerechte Wohnungshaltung, Ernährung und Katzenverhalten. Ich liebe Samtpfoten und freue mich, wenn sie ein tolles Zuhause haben.
Schön, dass Du hier bist 🙂
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