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Katze kratzt am Sofa – Ursache und Abhilfe

Ärgerlich – die Katze kratzt am Sofa

Endlich ist es da: Das neue Sofa. Doch die Freude währt nicht lange, denn plötzlich kratzt Deine Katze das Sofa an.

Dich ärgern und mit Deiner Katze schimpfen solltest Du jetzt nicht, denn mit etwas Geduld, kannst Du Deinen Stubentiger davon abbringen!

Wichtig ist nun zunächst herauszufinden, was die Ursache für das Kratzen ist.
Da Katzen sehr sensible Wesen sind, drücken sie Langeweile, Unzufriedenheit, Aufgeregtheit und Unwohlsein mit dem Kratzen aus. Aber selbstverständlich dient das Kratzen auch der Krallenpflege und dem Markieren.

Beispielsweise kann eine Katze nach einem Umzug plötzlich an das Sofa gehen. Aber auch der Einzug einer weiteren Person oder Katze kann das Gleichgewicht der Katze durcheinander bringen. Langeweile bzw. wenn eine Katze unterfordert ist, bringt auch das Kratzen an unerwünschten Stellen mit sich.

Sofas als auch Möbel aus Holz sind bei Katzen sehr beliebt, da sie eine optimale Oberflächenstruktur zum Kratzen mit sich bringen. Vor allem feste, grobe Stoffe bei der Couch, laden Katzen zum Kratzen ein. Daher solltest Du Deiner Katze nun viele Alternativen anbieten.

Da das Kratzen für Katzen ausgesprochen wichtig ist und ein ganz normales Sozialverhalten darstellt, kann und sollte man das Kratzen nicht verbieten oder abgewöhnen. Es ist aber möglich, das Kratzen auf die gewünschten Kratzmöbel zu lenken, sodass Sofa, Tapete & Co verschont werden.

 

Was tun, wenn die Katze am Sofa kratzt?

Meine Tipps:

  1. Biete Deiner Katze mehrere Kratzbäume & Kratzmöbel an.
    Oftmals kratzt die Katze an unerwünschten Stellen, wenn sie zu wenige Kratzmöglichkeiten zur Verfügung hat. Schau hierzu bitte auch in meinem Artikel „Katzengerechte Wohnungshaltung“ vorbei (Abschnitt „Katzengerechte Kratz- und Klettermöglichkeiten“).
    Du kannst in Deiner Wohnung gar nicht genug Katzenmöbel aufstellen. Es gibt also keine „maximale“ Anzahl. Sehr wohl aber eine „Mindestanzahl“: 2 pro Zimmer.
    Umso mehr, umso besser. Variiere einfach zwischen tollen Kratzbäumen, Kratzbrettern und anderen schicken Katzenmöbeln, sodass Deine Wohnräumlichkeiten auch optisch ein Hingucker werden.  Wenn Deine Katze die neu gekauften Katzenmöbel nicht annimmt, hilft manchmal das Einreiben dieser mit Katzenminze oder Baldrian.
    Auch das eigene „Markieren“, also wenn Du selbst daran kratzt und es deiner Katze vormachst, hat sich schon oftmals als hilfreich erwiesen.
  2. Lass Pappkartons stehen! Nach einem Umzug oder Einkauf hat man häufig Kartons übrig. Diese sind ein tolles Geschenk für unsere Miezen. Katzen liegen nicht nur gerne in Pappkartons, sondern kratzen auch mit Vorliebe an diesen.
  3. Schenk Deiner Katze mehr Aufmerksamkeit! Wenn sich Katzen langweilen und/oder unzufrieden sind, reagieren sie sich oft mit Kratz-Markieren ab. Du solltest Dir pro Tag mindestens 1 Stunde Zeit für Deine Katze(n) nehmen. Spielen, Knuddeln oder anderweitige Interaktionen tragen dazu bei, dass Deine Katze ausgeglichener wird.
  4. Gestalte Deine Wohnräumlichkeiten katzenfreundlicher. Biete jede Menge Höhlen, hoch gelegene Kletter/Schlafmöglichkeiten, viele Versteckplätze und Fensterplätze oder sogar einen gesicherten Balkon an. Umso mehr Abwechslung Deine Katzen haben, umso besser. Schau Dir hierzu auch meinen Blog-Artikel zum Thema „Wie viel Platz brauchen Katzen?“ an.
  5. Katzen immer mindestens zu zweit halten – wie ich bereits in einem anderen Artikel schreibe, sollten Katzen nur in Ausnahmefällen alleine / einzeln gehalten werde. Zu zweit können sich Katzen miteinander beschäftigen und wichtigen Bedürfnissen nachgehen. Wichtig ist hier jedoch immer eine gut durchdachte Zusammenführung.
  6.  Loben und positive Bestärkung! Deine Katze bestrafen ist nun nicht der richtige Weg. Zwar solltest Du ein lautes und strenges „Nein!“ / „Aus!“ rufen, wenn Deine Mieze gerade am Sofa kratzt – es ist aber ebenso wichtig, sie zu loben und zu streicheln, wenn sie damit aufhört und / oder den Kratzbaum nutzt.  Wenn Du Deine Katze zum Kratzbaum oder Kratzbrett trägst und sie dort anfängt zu kratzen, ist eine positive Bestärkung (Loben, Streicheln) besonders wichtig.
    Bitte bestrafe Deine Katze niemals. Manche Halter verwenden z.B. Wasserpistolen oder werden handgreiflich, um die Katze vom Sofa zu vertreiben. Doch solch eine Bestrafung sorgt nur für mehr Stress und Unwohlsein Deiner Katze. Die Bindung zwischen Mensch und Katze leidet zudem sehr darunter.
  7. Sofa abdecken! Vor allem, wenn Du nicht zuhause bist, hilft es, wenn Du Dein Sofa abdeckst. Besonders gut eignen sich Überwürfe (z.B. Decken), an Ecken hilft meistens ein Kratzschutz in Form von Vinyl o.ä.
    Mein Geheimtipp: Rettungsdecken! Diese knistern laut, was die Katzenöhrchen nicht sonderlich gut finden.

 

Diese Tipps funktionieren übrigens in der Regel auch gegen das Kratzen an Tapeten und anderen unerwünschten Stellen.

 

Du hast noch Fragen? Gerne stehe ich Dir zu Verfügung. 🙂

Alles Liebe,

Sakura

 

[Dieser Blog Beitrag spiegelt lediglich meine Erfahrung wieder. Unbezahlte Werbung!]

Veröffentlicht in Allgemein

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